Sonntag, 23. Februar 2014

Sonne am 23.02.2014



Der Beginn des heutigen Tages glich dem gestrigen fast bis aufs Haar: auch in der letzten Nacht hatten sich die gestern Mittag aufgezogenen Wolken verdünnisiert und bescherte mir wolkenfreie Stunden am Vormittag.

Wie auch gestern schon, war das Seeing eher grausig und es gab nur wenige Momente, in denen ich feine Einzelheiten im Weißlicht wahrnehmen konnte. Überdies stand die Sonne auch wieder hinter dem Geäst eines Baumes, was die Beobachtung zusätzlich erschwerte.
Gestern kam noch eine Nachricht, nach der heute im Laufe des Tages die beiden großen Gruppen AR 11967 und AR 11968 zu ihrem dritten Umlauf starten würden, doch bei meiner Beobachtung war davon nichts zu sehen. Vielmehr erspähte ich auf der Nordhalbkugel der Sonne am Ostrand eine kleine J1-Gruppe in einem größeren Fackelfeld. Etwas weiter gen Westen gerückt stand die AR 11986 als langgestreckte B8-Gruppe, davor eine kleine A3 ohne NOAA-Nummer.

Auf der Südhalbkugel war im Osten die AR 11987 nun vollends um den Sonnenrand herum gekommen und von mir als D6 klassifiziert worden. Die AR 11988, wohl eine weitere B, die ich aber bei dem Seeing und mit meinem kleinen 80/400er Refraktor nicht erfassen konnte. Der nunmehr in der Mitte der Sonnescheiben stehende Komplex von mehreren großen Gruppen hat sich binnen eines Tages deutlich verändert. Ich teilte sie in drei Gruppen auf (die NOAA sah hier nur zwei: AR 11981 und 11982) Aber die Teilung der beiden nördlich stehenden Fragmente erschien mir sinnvoller, da mir die südlicher stehende große Gruppe eigenständiger erschien. Abseits davon fand ich noch die AR 11983 als A1. Am Westrand wurde zwar immer noch die AR 11977 angezeigt, die ich aber selbst in Momenten ruhiger Luft nicht mehr sehen konnte. Hier stand nur noch ein Fackelfeld.

Das schlechte Seeing, das auch bei einer Nachbeobachtung, anderthalb Stunden später, nicht wirklich besser geworden war, machte sich denn auch wieder im H-alpha bemerkbar. Das PST zeigte mir lediglich 6 winzige Protuberanzen (eine davon im Südosten als wunderschöner Loop), 12 mehr oder weniger winzige Filamente und drei Flaregebiete. Auch das kann man als Indikator für die Nachmaximumszeit werten.

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