Sonntag, 9. Februar 2014

Sonne am 9.2.2014

Am heutigen Vormittag war nicht wirklich mit einer Sonnenbeobachtung zu rechnen. Der Himmel war überzogen mit mittelhohen Wolken, Cirren und nur wenigen Zonen, durch die es ein wenig blau hindurch schimmerte. Und natürlich war der Himmel völlig bedeckt, bis die Sonne hinter meinem Haus stand. Da riss die Bewölkung richtig auf, etwa eine halbe Stunde, bevor die Sonne über den Bäumen stehen würde, schlug der Schmodder wieder zu und es sah so aus, als ob damit alle Chancen vorbei waren.

Auf dem Sofa liegend schlief ich kurz vor dem Fernseher ein, bis ich plötzlich aufwachte und die Wolken weitgehend verschwunden waren. Ich schreckte regelrecht hoch, griff den bereit stehenden Refraktor und konnte von der Fensterbank in der Küche aus mit der Beobachtung beginnen. Wie immer in den letzten Monaten, hatte ich die beiden großen Gruppen AR 11967 und 11968 weitgehend verpasst, sodass ich heute nur die „Reste“ dieser Gruppen am Westrand sehen konnte. Inmitten von Fackelfeldern stehen, klassifizierte ich sie als eine D- und eine H-Gruppe. Auf der Nordhalbkugel entdeckte ich dann noch die AR 11973 als lange C-Gruppe. Mehr Aktivität dafür im Süden: die AR 11976 stand am Ostrand und gehörte der Klasse D an – zumindest solange, bis sie vollständig herumrotiert ist. Weiter im Westen stand die AR 11974 als weitere C und schräg versetzt dazu eine B ohne NOAA-Nummer. Dann kam eine Gruppe, von der ich lediglich einen Punkt sah und sie daher als A einstufte, eine NOAA-Nummer erhielt sie bis dato noch nicht. Die nächste „offizielle“ war die AR 11971 als J und die AR 11975 als D. So kam ich auf insgesamt 9 Gruppen.

Das relativ gute Seeing veranlasste mich, angesichts einer heranrückenden, kompakten Wolkenfront, noch kurz das PST einzusetzen. Schon der erste Blick zeigte sich, dass die Entscheidung richtig war. Trotz zunehmenden Windes, der am Teleskop zerrte und riss, traf ich auf gute Sichtbedingungen. Mit dem Zählen musste ich mich schon sehr beeilen, wieder einmal. Ich kam am Ende auf 14 kleine Protuberanzen, 15 Filamente und 5 helle Flaregebiete. Zwar sah ich noch, dass zwei oder drei Filamente etwas größer aussahen, aber dann waren auch schon die Wolken heran und beendeten die Beobachtung. Leider zu früh für echte Detailbeobachtungen.

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