Sonntag, 2. März 2014

Sonne am 02.03.2014

Die Wettersituation an diesem Sonntag war fast so wie die gestrige. Nach einer teilweise klaren Nacht waren Dunst und Nebel aufgezogen, die dann aber rasch verschwanden. Sie hinterließen ein Seeing, dass deutlich besser war, als gestern, die Werte für die Ruhe und die Schärfe lagen bei jeweils 2, weshalb auch mehr Details in den 10 Gruppen sichtbar wurden, die ich im Weißlicht vorfand.

Am Westrand standen auf der Südhalbkugel zwei J-Gruppen, die offenbar nicht zusammengehörten und deshalb getrennt gezählt werden müssen. Man hätte aber auch auf den Gedanken kommen können, dass hier nur eine Gruppe verschwindet, doch aus der Historie ihrer Entwicklung und der Tatsache, dass ihre Achslage eine völlig andere sein würde, als bei den übrigen Fleckengruppen, zeigte, dass es doch zwei Gruppen sind. Weiter Richtung Osten stand die AR 11994 als weitere J-Gruppe und die AR 11992 als A1. Der Komplex rund um die AR 11990, die bei ihrer 3. Rotation deutlich schwächelt, war eine H mit ausgefranster Penumbra in Westrichtung. Parallel dazu stand die AR 11995 als kleine C-Gruppe, die heute deutlich von der AR 11990 abgegrenzt war, was gestern noch nicht so deutlich zu erkennen war. Hier hat anscheinend eine Fleckenteilung stattgefunden. Aus der AR 11991, die gerade ihre 2. Rotation erlebt, ist mittlerweile eine E mit vielen Penumbren, aber nur wenigen Einzelflecken, geworden. Im Norden entdeckte ich am Ostrand eine A2 ohne NOAA-Nummer, nahe des Sonnenmeridians die AR 11993 als weitere C-Gruppe und schließlich die AR 11987 oberhalb der 11994, aber auf der Nordhälfte, die ich ebenfalls als H klassifizierte, die dann aber noch einige Einzelflecke in einem nach Nordosten ausgerichteten Halbkreis beobachtete. Die AR 11989, die noch irgendwo dazwischen stehen sollte, konnte ich auch heute, unter besseren Bedingungen, nicht beobachten.

Das gute Seeing lud dann noch zu einer H-alpha-Beobachtung ein. Erstmals seit Tagen sah ich auch wieder mal das chromosphärische Netzwerk und 6 größere Flaregebiete. Die Kette von mehreren Filamenten im Südwesten sah heute etwas verschwommen aus und war wohl in Auflösung begriffen. Ich kam zwar auf 10 Filamente, die meisten waren aber eher klein, wie die 6 Protuberanzen, die vorwiegend auf der Südhalbkugel der Sonne zu finden waren. Eine bogenförmige und eine kleine aufsteigende Protuberanz waren dabei die auffälligsten, aber doch eher mickrig.

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