Donnerstag, 6. März 2014

Sonne am 06.03.2014


Der Bann ist gebrochen: Ich kann nun endlich auch wieder nach Feierabend beobachten und bin nicht mehr auf die Wochenenden allein angewiesen. Das wäre an diesem sehr sonnigen Tag auch mehr als ärgerlich gewesen, zumal heute der Dunst von großem Vorteil war: er sorgte für ein ruhiges Bild und viele Details in den Gruppen. Und davon gab es einige.

Schon während die Sonne langsam um die Kante des Hochhauses herumkam, sah ich die ersten Fleckengruppen: die Reste der AR 11990 als H mit einigen kleinen Flecken in der unmittelbaren Umgebung. Die AR 11995 darunter war als A-Gruppe klar zu erkennen. Auch das hier sich bis zum Rand erstreckende Fackelfeld war mit vielen Verästelungen zu sehen. Weiter ging es auf der Südhalbkugel mit der anscheinend in zwei Teile zerfallenen AR 11991 (eine C und eine B), die AR 11999 als kleine B , die AR 11998 als C und eine davor liegende B-Gruppe, die allesamt aber wenig auffällig waren. Im Norden stand die AR 11996 und gehörte zur Waldmeierklasse C, dazu kam eine weitere kleine B sowie eine kleine A, die ich – auch angesichts der guten Bedingungen – klar und deutlich erkennen konnte. Bei schlechterem Seeing wären mir die kleinen Gruppen wahrscheinlich verborgen geblieben.

So konnte ich auch im H-alpha viele Einzelheiten erkennen: 15 Protuberanzen, 15 Filamente und 6 Flaregebiete. Am Sonnenrand fanden sich nur drei etwas größere Materiebögen, wobei sich bei einer am Westrand Material abgelöst hatte und über der Sonnenoberfläche schwebte. Fast gegenüber erkannte ich ein paar Protuben, die aussahen wie eine aufrecht stehende Tanne und eine kleine Pinie. Auf der Oberfläche waren klar das chromosphärische Netzwerk sowie vier große Filamente mit geschwungenen Formen zu sehen.

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