Mittwoch, 12. März 2014

Sonne am 12.03.2014


Das schöne Wetter hielt weiter an und so „durfte“ ich auch heute wieder die Sonne beobachten. Das Seeing war allerdings deutlich schlechter als gestern, aber immer noch ziemlich gut im Vergleich zu manchem Wintertag. Der Sonnenrand zeigte mehr Bewegung, dafür waren Details auf der Oberfläche zu sehen, die durchaus auch für einige Augenblicke „verschwanden“, d.h. durch Bewegungen in der Luft unsichtbar wurden.

Viele Veränderungen gegenüber gestern gab es nicht. Nahe des Wetrandes stand einsam und verlassen eine A1 (ohne Nummer). Die AR 11996 war schon teilweise um den westlichen Sonnenrand wegrotiert und von mir als D-Gruppe klassifiziert worden. Die AR 12003 dahinter war auch eine D, die sich leicht verändert hatte, die AR 11998 eine C. Abgesetzt davon fand ich die nächste A1. Zwischen dieser Gruppe und der AR 12002 konnte ich mehrmals zweifelsfrei „Fleckengeknurpsel“ sehen, das ich als Gruppe der Klasse B einstufte und das keine NOAA-Nummer erhalten hatte. Die AR 12002 war dann eine E-Gruppe mit 20 Flecken, aber ansonsten kaum beeindruckenden Penumbren. Hinter ihr stand die AR 12004 als weitere A1

Auf der Nordhalbkugel war neu eine H-Gruppe herumgekommen, der noch keine NOAA-Nummer zugeteilt worden war, was aber mit Sicherheit in den nächsten Stunden nachgeholt wird.

Im H-alpha zeigte sich heuer eine deutlich höhere Protuberanzenaktivität. Deren Zahl war zwar auf 16 zurück gegangen (gestern 19), doch wiesen heute fünf von ihnen endlich mal größere Dimensionen auf. Besonders im Osten türmte sich eine sehr große Protube auf, die in den kommenden Stunden eine interessante Entwicklung durchmachen dürfte. Leider wohl wieder mitten in der europäischen Nacht. Sieben helle Flaregebiete waren unübersehbar und selbst bei den nur 10 Filamenten waren drei schon recht groß und eine erreichte fast eine Länge von einem halben Sonnenradius.

Leider wird wohl spätestens ab Freitag die Beobachtungsreihe durch schlechteres Wetter unterbrochen werden, was angesichts der augenblicken Entwicklung sehr ärgerlich ist.

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