Donnerstag, 13. März 2014

Sonne am 13.03.2014


Will man den Wetterberichten Glauben schenken, so wird dies der letzte Bericht für einige Zeit sein, denn vor uns liegen angeblich sehr viele Tage mit sich rapide verschlechternden Beobachtungsbedingungen. Diese machten sich zum Zeitpunkt meiner heutigen Observation auch schon durch heranrückende Cirren – quer über der Nordsee lag ein größeres Feld davon – bemerkbar und beeinträchtigte die Beobachtung, je länger sie dauerte. Am Anfang war das Seeing noch verhältnismäßig gut, doch am Ende gab es nurmehr eine blubberige Oberfläche und einen flatternden Sonnenrand.

Erstaunlich war, dass auch heute nicht alle Fleckengruppen, die in meinem kleinen Refraktor ohne Probleme zu sehen waren, sich auf den Fotografien, die am Vormittag gewonnen wurden, nicht wieder fanden, was wiederum auf die Kurzlebigkeit der Flecken hinwies.

Am Ostrand stand auf der Nordhalbkugel die gestern erstmals aufgetauchte AR 12005 als H1-Gruppe, die AR 12003 als D mit 8 Flecken und hart am Westrand die AR 11996, von der nur noch ein einzelner, kleiner Fleck der Waldmeierklasse A in einem Fackelfeld zu sehen war. Auf der Südhalbkugel stand die AR 11998 als B3-Gruppe sowie eine nummernlose A1. Ein weiterer A-Fleck stand auf halber Strecke zur AR 12002, die als E-Gruppe die größte des heutigen Tages war. Die 4. und letzte A1 war dann die AR 12004 östlich vom Sonnenmeridian.

Die Aktivität der Sonne im H-alpha beschränkte sich weitgehend auf ihre südliche Hälfte, so waren zwei der 12 Filamente und 3 der 18 Protuberanzen des heutigen Tages dort zu finden und auch fast alle Flaregebiete waren entlang des Sonnenäquators gruppiert. Zwei interessante Detail sah ich dann doch noch: am Ostrand war ein kleines Filament zu sehen, dass über einer chromosphärischen Fackel saß und bis an den Sonnenrand heranreichte sowie drei Filamente, die dreidimensional wirkten und scheinbar von der Seite zu sehen waren. Als ich danach wieder zum Weißlicht wechselte, traf ich auf plötzlich sehr viel schlechteres Seeing, eine Beobachtung lohnte sich nicht mehr und schon wenige Minuten später versank die Sonne im Syph.  

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