Mittwoch, 26. März 2014

Sonne am 26.03.2014


Aufgrund der heute für Norddeutschland untypischen Windrichtung aus Südwest kam ich trotz des aktuellen Tiefdruckgebiets doch noch in den Genuss einer Sonnenbeobachtung. Und ab heute stört auch das große Hochhaus vor mir nicht mehr, weil die Sonne nun über die seitliche Kante scheint, wenn ich nachmittags nach Feierabend nach Hause kommt.

Eine relativ große Wolkenlücke erlaubte mir eine etwas intensivere Beobachtung. Dabei ist die Sonnenaktivität gerade mal wieder ein wenig am Abflauen. Auf der Nordhalbkugel konnte ich die AR 12013 nicht mehr finden, besser sah es da mit der AR 12017, die ich als D10 klassifizierte. Unterhalb davon stand die AR 12018 als langgestreckte C14. In Richtung auf den Ostrand fand ich eine A1 ohne NOAA-Nummer. Im Süden befand sich am Westrand eine J1 als Rest der AR 12015. Gleich dahinter kam die AR 12010 als D18 und leicht östlich des Sonnenmeridians fand ich die AR 12014 als E27 und weiter Richtung Osten dann noch eine A2, ebenfalls noch ohne Nummer. Die Fackelfelder am Sonnenrand kamen besonders im Süden gut heraus und so startete ich gleich darauf auch eine H-alpha-Beobachtung.

Die Beobachtungsbedingungen waren für H-alpha sehr gut und so konnte ich viele Einzelheiten sowie das chromosphärische Netzwerk wahrnehmen. Die 10 Protuberanzen am Sonnenrand waren bis auf ein größeres Feld im Südwesten und eine wie eine Säule aufrecht stehende Protuberanz im Nordosten eher ziemlich unspektakulär. Ganz schwach erschien dann noch eine Bogenprotuberanz fast genau im Süden. Von den 15 Filamenten auf der Oberfläche, von denen fast alle auf der Südhalbkugel standen, war nur eine etwas größer, während andere dafür bisweilen sehr plastisch und dreidimensional wirkende Strukturen aufwiesen.

Alles in allem war es heute, was die Sonnenaktivität angeht, ein durchschnittlicher Tag ohne spektakuläre Ereignisse oder Erscheinungen. 

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