Donnerstag, 27. März 2014

Sonne am 27.3.2014


Die Sonnenaktivität ist anscheinend doch gerade ein wenig am Abflauen. Bei der heutigen Beobachtung, die unter einem nur leicht bewölkten Himmel bei allerdings mäßigem Seeing stattfand, fiel vor allem die Rückwärtsentwicklung bei fast allen Gruppen auf.

Alle wesentlichen Gruppen sind weiter nach Westen gewandert, doch um den Ostrand ist bislang nicht Neues mehr nachgekommen. Da wäre zum einen auf der Südhalbkugel die AR 12010, die auf die Stufe C zurückgefallen war und nur noch eine Penumbra besaß, fast so, wie die ehemalige E-Gruppe, die heute nur noch zur Klasse C zu rechnen war, da sie im nachfolgenden Teil sämtliche Penumbren verloren hatte. Ganz weit im Osten stand noch eine B-Gruppe, die wie gestern schon keine NOAA-Nummer bekam, obwohl sie visuell als auf auf Satellitenfotos eindeutig auszumachen war. Die AR 12018 war dann im Norden ebenso eine D wie die AR 12017. Damit ging die Zahl der Fleckengruppen von gestern auf heute um 2 auf nur noch 5 zurück. Sehr plastisch kamen auch die Fackelfelder am Sonnenrand zum Vorschein, auch wenn das Seeing heute schlechter war als gestern.

Das wirkte sich aber dieses Mal nicht auf die H-alpha-Beobachtung aus, denn dort fand ich ein Bild vor, dessen Deutlichkeit ich so lange nicht mehr erlebt habe. Am Sonnenrand zeigten sich 14 Protuberanzen, wobei die Gebiete im Nordosten und Südwesten nach wie vor aktiv waren. Auf der Oberfläche zählte ich sage und schreibe 22 (!) Filamente inkl. einiger wirbelartiger oder sich an der Schnittstelle zwischen Oberfläche und Sonnenrand befindlicher Materiebögen. Dazu kamen dann noch 7 helle Flaregebiete.

War in den letzten Tagen die Aktivität eher auf die Südhalbkugel konzentriert, verteilte sich das heute etwas regelmäßiger über die ganze Oberfläche. Darin allerdings eine Trendwende herauszulesen, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig verfrüht. Man wird die Entwicklung der kommenden Tage und Wochen abwarten müssen und auch, was ein veränderter Trend bewirken wird, wenn er nicht bloß ein zwischenzeitlicher „Rausreißer“ ist.

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