Sonntag, 30. März 2014

Sonne am 30.03.2014


Der erste Tag in der Mitteleuropäischen Sommerzeit des Jahres 2014 begann neblig. Dieser schien aber zunächst früher als gestern zu weichen, dann aber zog es bei Sonnenaufgang richtig zu und etwa anderthalb Stunden später lichtete er sich wieder. Die Sonne stand hinter einem Baum im Hinterhof, aber ich konnte durch einige freie Passagen zwischen den Ästen hindurch peilen.

Das Seeing war heute deutlich besser als gestern und lag bei Werten für Ruhe und Schärfe bei 2 – gestern Nachmittag bei 4 bzw. 5 – und ermöglichte heute die Beobachtung auch feinster Details insbesondere in den Fackelfeldern am Sonnenrand.

Nach Sonnenuntergang in Deutschland war gestern Abend um 17:52 UT aus der AR 12017 ein X1-Flare aufgestiegen, was im Grunde gar nicht zu der Aktivität im Weißlicht passte. Hier war die Aktivität binnen eines Tages weiter leicht zurück gegangen. Auf der Nordhalbkugel war die AR 12022 als J1 zu sehen, die erwähnte AR 12017 als D8 und die AR 112018 als A1. Die AR 12024 war in meinem kleinen Fernrohr trotz gutem Seeing nicht zu sehen. Im Süden stand die AR 12021 als D6. Dann folgte eine B3 ohne Nummer und nahe des Westrandes die AR 12014 als C4, sodass ich auf insgesamt 6 Fleckengruppen kam, kein Vergleich zur Aktivität vor zwei Wochen, wo mehr als 10 Gruppen gleichzeitig zu sehen waren.

Trotz der Bäume vor meinem Fenster wagte ich eine H-alpha-Beobachtung und die gelang tatsächlich. Überraschenderweise gab es nur 4 Winzprotuben, dafür auf der Oberfläche aber 6 Flaregebiete und 18 Filamente. Diese waren ziemlich regellos über die ganze Sonnenoberfläche verteilt, darunter viele mit größeren Dimensionen und scheinbar allen möglichen Formen von den kleinsten, ähnlich einem Matschfleck bis hin zu langen, gebogenen Strukturen. Das Übergewicht der Südhalbkugel war – wie schon in den letzten Tagen – im H-alpha nicht mehr festzustellen.

PS: Bei einer ersten Nachbeobachtung - als das Seeing schon wieder deutlich schlechter geworden war - entdeckte ich noch nahe des Westrandes noch eine kleine A1 ohne NOAA-Nummer.

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