Donnerstag, 17. April 2014

Die Sonne im März 2014



ACHTUNG: Niemals ungeschützt in die Sonne blicken, es drohen Augenschäden!!!

Über den ganzen Monat betrachtet, beruhigte sich die Aktivität der Sonne im Weißlicht ein wenig. Danach sah es aber am Anfang überhaupt nicht aus: ganze 13 Fleckengruppen registrierte die NOAA für den 1. März 2014, darunter die Aktiven Regionen 11982, 11987 und 11991 als E-Gruppen. Und drei der 10 Aktivitätsgebiete waren auf der Nord- der Rest auf der Südhalbkugel, zu sehen. Schon einen Tag später hatte sich die Zahl der Fleckengruppen auf 10 reduziert und die randnahe AR 11982 war nur noch als C-Gruppe zu sehen. Am 4. und 5. rotierte die AR 11987 um den westlichen Sonnenrand herum und die Zahl der Gruppen war unter 10 gefallen, stieg danach aber kurzfristig wieder an. Die AR 11991 war in ihrer 2. Rotation noch bis zum 9. März zu sehen und verschwand danach hinter dem Westrand. Daneben gab es wieder nur Gruppen der Klassen A bis D, H und J. In den nachfolgenden Tagen setzte dann ein schleichender Abwärtstrend ein. Die AR 11996 erreichte am 10. auf der Nordhalbkugel die Waldmeierklasse E. Sie war bereits am 3. als C-Gruppe erschienen und hatte sich relativ unspektakulär entwickelt, enthielt kaum große Penumbren und verdankte ihre Klassifikation vor allem der Längenausdehnung auf der Sonnenoberfläche. Am 12. war die Zahl der Fleckengruppen auf nur noch 5 zurückgegangen, wo nach Angaben der NOAA auch die AR 12002 zur Klasse E gezählt wurde, während das Sonnenobservatorium auf der Kanzelhöhe sie als D-Gruppe einstufte. Am 19. zerfiel die Gruppe zur Klasse C und war am 21. Nicht mehr zu finden und vollständig um den Westrand wegrotiert. Die 12000te Gruppe seit Beginn der Zählung am 5. Januar 1972 durch die NOAA in Boulder/Kalifornien war übrigens eine relativ unscheinbare C-Gruppe, die am 7. März 2014 am Ostrand erschien und über die Südhalbkugel lief. Sie zerfiel schon am 10. zu einer B-Gruppe und löste sich danach auf und konnte schon am 11. nicht mehr gefunden werden. Danach dominierten vor allem Gruppen der Waldmeierklassen C und D das Geschehen auf der Sonne. Am 25. stieg die AR 12014 zur Klasse E auf, sie war am 20. am Ostrand auf der Südhalbkugel aufgetaucht. Auch hier war weniger die Komplexität als die Länge Ausschlag gebend für die Klassifikation gewesen. Gleichzeitig ging die zwischenzeitlich wieder angestiegene Zahl der Fleckengruppen abermals zurück. Die AR 12014 hielt ihre Klasse bis zum 29. Und fiel danach auch auf die Klasse C zurück. Zwischenzeitlich hatten sich mehrere kleinere Gruppen gebildet, die oft nur ein oder zwei Tage überlebten, eigentlich ein untrügliches Zeichen für einen zu Ende gehenden Zyklus.

Das erste nennenswerte Ereignis im H-alpha trat gleich am 1. auf: ein M1-Flare aus der Region 11982, dessen Maximum um 13:33 UT registriert wurde. Der nächste M1 wurde am 3. um 15:58 UT isoliert stehend im Nordwesten bemerkt, ein weiterer am 5. um 2:10 UT in der AR 11991. Erst drei Tage später gab es wieder einen M1, am 8. um 23:41 UT in der AR 12002, danach am 10. um 15:28 UT einen weiteren in der gleichen Region. Einen Tag später stieg aus der AR 11996 um 3:50 UT eine M3.5/1f-Flare auf, am 12. um 11:05 UT ein M2.5/Sn und um 22:34 UT ein M9.3 inkl. CME. Sie wurde damit zur aktivsten Gruppe dieser Tage, leider fast am Westrand stehend, sodass die ausgeworfenen Teilchen das Erdmagnetfeld nicht mehr zu beeinflussen vermochten. Bis zum 20. gab es danach auch keine größeren Ausbrüche mehr. Der nächste war wieder ein M1 am 20. um 3:56 UT aus der AR 12010. Die AR 12011 brachte am 22. um 7:02 UT den mittlerweile 7. M1-Flare des Monats hervor. Danach trat dann eine längere Ruhepause ein, bis am 28. aus der AR 12017 gleich zwei M-Flares hervorkamen: der erste um 19:18 UT war ein M2.0, verbunden mit einer Typ II-Radioemission, dessen Teilchen mit 528 km/s davonflogen, und einem ausgedehnten CME. Der zweite wurde um 23:51 UT als M2.6 registriert. Auch dieses Ereignis war verknüpft mit einer Typ II-Radioemmission und einem CME, die Teilchengeschwindigkeit erreichte dieses Mal sogar 857 km/s. Am 29. spuckte die AR 12017 um 17:48 UT dann sogar noch einen X1.0-Flare aus, leider auch wieder sehr randnah stehend. Dieser war assoziiert mit einem CME und einem 10cm-Radioburst (Tenflare) und 360 solaren Flusseinheiten (sfu), die Teilchengeschwindigkeit betrug 4508 km/s. Hier kam dann am 30. um 11:55 UT noch ein M2-Flare heraus, der ebenfalls mit einem Tenflare verbunden war und dessen teilchen 879 km/s schnell waren.

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