Donnerstag, 3. April 2014

Sonne am 03.04.2014


Nach einem sehr dunstigen Tagesbeginn – Stichwort: Saharastaub – war der Himmel den ganzen Tag stets leicht versypht und bei meiner Feierabend-Beobachtung war die Lichtintensität der Sonne im Okular schon stark reduziert, aber noch gut brauchbar.

So war es auch kein Problem, im Weißlicht selbst kleinste Fleckengruppen zu sehen, wenn auch das Seeing eher mittelmäßig war und zeitweise leichte Wellen durch das Bild liefen und in wenigen Minuten Abstand der Sonnenrand immer wieder mal zu pulsieren begann und sich danach wieder beruhigte.

Auf der Nordhalbkugel fand ich natürlich als erstes die nahe am Ostrand stehende AR 12030 als C5, die AR 12027 als H1, die AR 12029 als D8, die AR 12022 als J1 und in ihrer Umgebung noch eine weitere, namenlose A1. Eine solche befand sich auch zwischen der AR 12029 im Norden und der AR 12026 im Süden, die für mich eine E28 war, mit deutlichen Penumbren und einer Lichtbrücke im nachfolgenden, größeren, Teil der Fleckengruppe. Östlich davon stand die AR 12028 als lange C2. Weit in den Westen gerückt stand die AR 12021 als D14. Die Fackelgebiete am Sonnenrand waren ebenfalls gut zu sehen.

Nachdem ich gestern den ersten „Live“-Flare meiner doch recht langen Beobachterkarriere erleben durfte – ein PST habe ich seit 2011 – war ich heute gespannt auf die Sonnenaktivität im H-alpha. Es gab zunächst leider grad keinen neuerlichen Flare zu sehen, dafür aber eine große aufsteigende Protuberanz am Westrand. Bei genauerem Hinsehen fiel auf: die AR 12027 wies immer noch helle Streifen auf, hier könnten weitere Ausbrüche entstehen.

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