Freitag, 11. April 2014

Sonne am 11.04.2014


Einer Fussverletzung, aufgrund der ich momentan krank geschrieben bin, verdankte ich meine heutige Sonnenbeobachtung. Diese war dennoch nicht unproblematisch, denn die Sonne wurde weitgehend durch Bäume verdeckt. Ich musste mit dem Teleskop also durch mehr oder weniger dicke Äste hindurch peilen und in Kauf nehmen, dass ständig Teile des Bildes im Okular permanent verdeckt waren.

Das Wetter tat sein Übriges, um Stress aufkommen zu lassen, denn die zur Verfügung stehenden Lücken waren nur sehr klein und zogen meist dann an der Sonne vorbei, als sie hinter einem dicken Ast stand. Gegen ein monumentales Kreissägenmassaker hätte ich nichts einzuwenden!

Das Seeing war erstaunlich gut und der Sonnenrand fast unbewegt. So sah ich auch zwei kleine A-Gruppen, die im Süden standen und keine NOAA-Nummer hatten. Im Norden war die AR 12027 als J1 am Westrand zu erkennen. Am Ostrand standen die AR 12032 und 12033 dicht beieinander, ich sah hier eine D2 und eine H1. Neu erschienen und noch in einem Fackelfeld stehend war die AR 12034 als D4. Ebenfalls noch ohne NOAA-Nummer war eine J1, die dicht am Ostrand stand. Trotz der insgesamt 7 Gruppen hatte man dann doch eher den Eindruck einer Minimumssonne. Ob ihr nach dem Schub im Oktober nun allmählich die Puste ausgeht? Im Augenblick scheint es jedenfalls so.

Die H-alpha-Beobachtung gestaltete sich wegen der dichter werdenden Äste als schwierig, dennoch erkannte ich 13 Protuberanzen, 8 Filamente und 6 Flaregebiete. Detailbeobachtungen scheiterten dann an den wieder aufkommenden Wolken. Zumindest konnte ich einen durch Bäume versperrten Blick auf die Sonne werfen, sonst wäre ich, wie so oft in den letzten tagen, wieder leer ausgegangen.

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