Samstag, 26. April 2014

Sonne am 26.04.2014

Kurz vor Beginn meiner samstäglichen Sonderschicht auf der Arbeit, konnte ich vom Dachboden aus noch unter blauem Himmel, dafür aber mit unterdurchschnittlichem Seeing, beobachten.

Es hatte sich gegenüber gestern nur wenig geändert. Die bekannten Fleckengruppen waren ein Stück weiter nach Westen gewandert, zeigten aber so gut wie keine Veränderungen. Die AR 12042 war nach wie vor die einzige Gruppe auf der Nordhalbkugel und näherte sich als H1 dem Westrand an. Dem sehr viel näher stand die AR 12038, die dort als A1 zu finden war. Die AR 12044 war bei dem teilweise sehr schlechten Seeing nur sehr schwer zu finden, ich sah hier nur zweimal kurz was „aufblitzen“, als die Gruppe aus dem allgemeinen Geblubber auftauchte. Die dahinter stehende AR 12045 war als C5 dagegen schon sehr viel besser zu sehen. Wie übrigens auch eine kleine A1, die in einem Fackelfeld am Ostrand deutlich zu sehen war, aber zu dieser frühen Stunde noch keine NOAA-Nummer erhalten hatte.

Schnell noch einen Blick ins H-alpha geworfen, sah ich, wie auch hier das Seeing durchschlug und für eine starke Bewegung des Sonnenrandes verantwortlich war. Dafür stoplterte ich am südöstlichen Rand über zwei größere Protuberanzen, eine sah as wie ein am Sonnenrand angeklebtes c, die andere erinnerte an eine sprudelnde Quelle. Nimmt man das Auftreten dieser beiden Protuben als Maßstab, so könnte man sie als Hinweis auf bald an dieser Stelle auftauchende Aktivitätszentren deuten, da diese sich in der Regel über den Polen des lokalen Magnetfeldes bilden. Diese müssten dann aber spätestens Morgen zu sehen sein. Insgesamt kam ich heute beim Zählen für die H-alpha-Relativzahl bei interstellarum auf 10 Protuberanzen, 20 Filamente und 7 helle Flaregebiete.

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