Mittwoch, 30. April 2014

Sonne am 30.04.2014

Nach einem mehr als 10stündigen Arbeitstag, der weitgehend unter Wolken ablief, rechnete ich nicht mehr mit einer Beobachtung und war dafür eigentlich auch zu müde. Doch es kam wieder mal anders, denn gegen Abend riss die dichte Bewölkung plötzlich auf und gab den Blick auf die Sonne frei. Ihr Licht musste sich schon ordentlich durch horizontnahe Dunstschichten hindurch quälen und wurde merklich abgedämpft, aber nicht so kräftig, dass nichts mehr zu sehen gewesen wäre. Das Seeing war nämlich ausgesprochen gut, feinste Details kamen klar heraus und so fiel es nicht scher, sich noch mal zu motivieren. Das gilt dann auch für diesen Blogbeitrag.

Die Zahl der Gruppen hatte sich nicht verändert, denn es waren die gleichen wie am Vortag, auf die das Auge des Beobachters traf. Im Norden stand dicht am Westrad die AR AR 12048 als J3 und auf der Osthälfte die AR 12050 als J1. Eine J1 war auch auf der Südhalbkugel zu finden: die AR 12045. Bei den einzigen größeren Aktivitätsgebieten, die AR 12049 und die AR 12047 hatten sich die Penumbren weiterentwickelt und die Zahl der Einzelflecke hat ein wenig zugenommen. Die AR 12049 gehörte zur Waldmeierklasse D mit 14 Flecken und die AR 12047 zur Klasse E, was sie vor allem ihrer Länge verdankte und nicht der Zahl von 19 Einzelflecken.

Die H-alpha-Beobachtung im PST profitierte dann auch noch vom Seeing. Die Aktivität war allerdings deutlich gegenüber gestern zurück gegangen. Am Rand waren nur 7 Protuberanzen zu sehen und auf der Oberfläche 12 Filamente und 4 Flare. Nachdem ich meine Zahlen ermittelt hatte, war die Motivation dann doch weitgehend dahin und wird nach der Veröffentlichung dieses Eintrags endgültig begraben werden. Der lange Arbeitstag wird dann doch seinen Tribut fordern ...

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