Freitag, 9. Mai 2014

Sonne am 09.05.2014

Die heutige Beobachtung hatte wieder was von Hohn, Spott und Mittelfinger. Nach heftigen Gewittern, Sturzbachregen und – im Nachbareingang – vollgelaufenem Keller war eigentlich nicht mehr mit einer Sonnenbeobachtung zu rechnen, doch dann riss plötzlich die Bewölkung auf, aber nur dort, wo die Sonne grad nicht stand. An ihrer Position zog Schleim und Syph durch. Ich machte mich dennoch an eine Beobachtung heran und fand zumindest für kleine, wenige Augenblicke, einen fast klaren Himmel vor. Der Durchzug neuer Wolken – über mir war mittlerweile schönster blauer Himmel – störte immer wieder die Beobachtung und die Gesamtsituation wurde nur in kurzen Momenten besser, denn die ganze Zeit über stauten sich die Wolken in Sonnenrichtung, während der übrige Himmel dann fast ohne Wolken war und erst als unser Tagesgestirn hinter einem Baum stand, verschwanden auch dort die Wolken. So blieb mit in diesem extrem beobachtungsschwachen Mai wieder nur der Rest.

Dabei war die Sonne dieser Tage sehr aktiv. Alle zuletzt beobachteten Gruppen waren nach Westen gerückt – die Entwicklung konnte wegen der vielen Ausfalltage von mir nicht mit eigener Anschauung verfolgt werden. Im Norden war die AR 12053 als kleine B2 zu sehen, gefolgt von der AR 12055 als D4, die AR 12057 als J1 und die AR 12056 als D10. Gerade die letzten drei Gruppen bildeten wieder mal einen Komplex von Fleckengruppen, der gemeinsam über die Sonne rotierte. Der Süden war da schon erkennbar schwächer. Am Ostrand standen gleich zwei J1-Gruppen: die AR 12058 und eine weitere, noch ohne Nummer. Am Zentralmeridian war die AR 12054 als A1 zu sehen und von der AR 12049 fand ich noch ein Fragment am Westrand.

Angesichts der miesen Beobachtungsbedingungen war an eine H-alpha-Beobachtung nicht mal zu denken. Und während diese Zeilen entstehen, ist der Himmel in Richtung Sonne völlig wolkenfrei und sie selbst steht nun vollständig hinter Bäumen ...

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