Samstag, 17. Mai 2014

Sonne am 17.05.2014

Der Morgen begann mit einem gewissen Stress, denn auf meinem Dachboden, von wo aus ich die Sonne beobachten wollte, hörte ich ein lautes Summen: irgendwie hatte sich hier eine Wespe verfangen. Kaum wird es wärmer, kommen diese Mistviecher wieder zum Vorschein. Der Himmel war um 5:40 UT schön blau, dafür das Seeing schlecht. Nur selten konnte ich wirklich Details und kleinste Flecken sehen.

Im Norden lichteten sich die Reihen. Schon weitgehend herum rotiert war die AR 12055, die ich als J1 klassifizierte, gefolgt von der AR 12057, ebenfalls eine J1. Weiter befand sich dort die AR 12056 als D5 sowie dicht daneben eine A1 ohne NOAA-Nummer. Die AR 12064 vermochte ich auch heute nicht zu sehen, dafür die AR 12063 dahinter als D8. Auf der Südhälfte erkannte ich eine A1 ohne Nummer, die AR 12065 als B4 (die Gruppe war offenbar in zwei Teile zerfallen). Die AR 12061 war eine J1, die AR 12066 eine D4 und die 12060 eine H2. Zwischen der AR 12060 und dem Sonnenrand entdeckte ich dann noch eine B3.

Zwischendurch musste ich mir immer einreden, wegen der Wespe nicht die Nerven zu verlieren, denn sie umflog zwar das Fenster, das geöffnet war, fand aber nicht den Weg nach draußen. Nerven und dann noch zu blöd sein, um wieder rauszufliegen.

Das Bild im H-alpha hatte sich gegenüber gestern Abend nur unwesentlich verändert, allerdings war die Zahl der Protuberanzen leicht zurück gegangen, ich kam heuer nur noch auf 15 sowie 15 Filamente und 6 Flaregebiete. Am Rand befanden sich mittlerweile drei größere Materiebögen – über einer am Ostrand schwebte noch ein wenig Restmaterial, das zuvor aufgestiegen sein musste und im PST schön anzusehen war., ansonsten orientieren sich die Aktivitätsgebiete weiterhin entlang des Sonnenäquators..

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