Freitag, 30. Mai 2014

Sonne am 30.05.2014

Die Sonnenaktivität scheint momentan in eine ruhigere Phase eingetreten zu sein. Solche Einbrüche so kurz nach dem vermeintlichen Maximum – wenn es das denn wirklich war – sind ungewöhnlich, meist hält danach die hohe Aktivität noch eine ganze Weile an, aber beim aktuellen Zyklus ist schließlich nichts normal.

Bevor ich mit der Beobachtung auf dem Dachboden beginnen konnte, musste ich erst warten, bis die Sonne hinter einem der größten Bäume im Innenhof hervorkam. Teilweise konnte ich zwei der Gruppen durch Blätter und Äste hindurch sehen, aber das war natürlich nicht sinnvoll für die Bestimmung einer Relativzahl. Als die Sicht endlich frei und das anfangs gute Seeing dann wieder schlechter geworden war – kein Tag ohne Murphy – offenbarte sich der gleiche trostlose Anblick von gestern. Der Norden der Sonne war weiter fleckenfreiund schien seine dominante Rolle wieder an den Süden abgegeben zu haben. Hier hatte sich einige getan. Die AR 12075 war zu einer C3 geworden, die AR 12073 war eine D5 und die AR 12076 bestand für mich aus zwei Gruppen, einer B2 und einer A1. Von den Regionen 12073 und 12071 gelang mir auch heute keine Sichtung.

Mittlerweile begann sich das Seeing noch weiter zu verschlechtern. Das erste, was ich im H-alpha sah, war der sich deutlich bewegende Rand, an dem ich dann erstaunliche 17 Protuberanzen entdeckte, die in einigen Fällen auch schon etwas größer waren, leider nicht am Ostrand. Auf der Oberfläche gab es 4 Flaregebiete und nur 9 Filamente. Auch hier war dann deutlich die fast erscheinungsfreie Nordhälfte der Sonne zu sehen. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen