Montag, 2. Juni 2014

Sonne am 02.06.2014

Es war wieder ein Freudenfest für den Schotten: Der Tag begann sehr sonnig und je näher der Feierabend rückte, desto mehr Wolken kamen heran und es kam noch schlimmer. Kaum hatte ich das Teleskop aufgebaut, zog eine der dicksten Wolken heran, die der Himmel aufzubieten hatte und beendete nach einem ersten kurzen Blick die Beobachtung. Alle weit gestreuten Wolkenlücken bewegten sich an der Sonne vorbei und die eine fette Wolke zog extrem langsam dahin. Am Rande ausgefranst, musste ich bis zum letzten Zipfel warten, bis dann, rund 50 (!!!) Minuten später wieder Sonnenlicht in mein Teleskop fiel.

Der Anblick im Weißlicht war ernüchternd niedrig. Im Norden war die AR 12079 als H1 weiterhin fast die einzige Gruppe, sie wurde nur begleitet von einer kleinen A1 ohne NOAA-Nummer. Der Süden wies zwar drei Gruppen auf, doch wesentlich aktiver waren die auch nicht. Die AR 12077 war eine D9, die AR 12078 und die AR 12075 je eine J1. Mehr gab es im Weißlicht nicht zu sehen.

Um zu einer H-alpha-Beobachtung zu kommen, musste ich nochmals eine fette Wolke für rund 30 Minuten abwarten – es war die einzige ihrer Größe die grad aufzutreiben war -, bevor ich endlich mein PST einsetzen konnte. Am Ostrand war noch ein Rest des großen Komplexes von gestern in Form einer kegelförmigen aufsteigenden Protuberanz zu sehen, am Westrand standen ein paar kleinere Materiebögen – insgesamt 11 Stück konnte ich zählen -, 4 Flaregebiete und nur 7 magere Filamente glänzten auf der Sonnenoberfläche.

Der nun schon mehrere Tage anhaltende Einbruch bei der Sonnenaktivität könnte angesichts der wenigen Erscheinungen im H-alpha und Weißlicht durchaus noch weiter anhalten. 

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