Freitag, 6. Juni 2014

Sonne am 06.06.2014

Träge zogen sie dahin, die Wolken und bedeckten just zu dem Zeitpunkt die Sonne, als ich mitten in der Beobachtung saß und diese für rund 40 (!) Minuten unterbrechen musste. Nach Abzug dieser einen, dafür aber sehr großen, Wolke blieb der Himmelsbereich, in dem die Sonne stand, frei von Störungen. Das Seeing war überraschend gut und lag bei der Schärfe und der Bildruhe bei jeweils 2, was vor allem die Sichtbarkeit kleiner Flecken enorm begünstigte. Und davon gab es heute jede Menge.

Auf der Nordhalbkugel stieß ich zunächst auf die AR 12082, die sich heute zu einer D15 weiterentwickelt hat und von der wir in den kommenden Tagen mit Sicherheit noch einiges sehen werden. Davor lagen in Westrichtung die AR 12081 als J1 und weiter zwei kleine A1. Die AR 12081 konnte ich indes nicht mehr finden. Der Süden zeigte von Ost nach West die AR 12080 als D18, südlich davon eine B2 ohne Nummer, die AR 12077 als C5. Südwestlich davon entdeckte ich eine A3 bzw. eine weitere vor der AR 12080. Schließlich stieß ich beim Absuchen des Sonnenrandes noch aus die 12083 als A1, die in einem Fackelfeld stand.


Im H-alpha machte sich das gute Seeing dann anhand der Sichtbarkeit des chomosphärischen Netzwerkes bemerkbar. 11 Protuberanzen zierten den Sonnenrand, auf der Oberfläche fand ich 7 Filamente – nur eines war wirklich groß zu nennen – sowie 5 Flaregebiete und bei zweien sah es so aus, als ob man in den kommenden Stunden noch einen kleinen Ausbruch erleben könnte.

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