Montag, 9. Juni 2014

Sonne am 09.06.2014

Leider begann der heutige Tag nicht mit einer Sonnenbeobachtung, sondern vielmehr mit Nebel und Hochnebel, der sich erst im Laufe des Vormittags allmählich zu lichten begann. Dennoch musste ich bis etwa 13 Uhr MESZ warten, dass die Sonne um mein Haus herumkam, um ins Visier genommen zu werden. Die Mittagshitze und die Abstrahlung der Wärme von meiner Hausmauer führte zu nicht sehr gutem Seeing, aber zu immerhin noch brauchbaren mit Werten für Ruhe und Schärfe von jeweils 3. Der Himmel war zum Zeitpunkt der Beobachtung wolkenlos und so konnte ich stressfrei beginnen. Vorweg probierte ich durch meine Sofibrille eine Beobachtung mit dem bloßen Auge, doch sicher halten konnte ich nichts, allerdings hatte ich schon den Eindruck, als ob mindestens eine der Gruppen mit bloßem Auge gesehen werden konnte.

Im 80/400er Refraktor war es jedoch wesentlich einfacher, etwas zu erkennen. Das erst, was mir auffiel, war, dass die beiden AR 12080 und 12085 auf der Südhalbkugel eine weitere Ausdehnung erfahren hatte. Erstere war für mich eine E22, letztere eine F33. Ihr vorgelagert war die AR 12084 als B8 und die AR 12077 als J1. Auf den Norden konzentriert, fand ich hier die AR 12082 als D17 und die AR 12079 als C8. In Richtung Ostrand, weit hinter der AR 12082 entdeckte ich dann noch bei zwischendurch besserem Seeing – kleine Gruppen werden bei schlechten Bedingungen leider oft übersehen – eine B2. Damit war sie wieder da, die Dominanz der Südhalbkugel.

Im PST sah es dagegen heute besser aus, als gestern, der Himmelhintergrund war dunkel. Am Sonnenrand waren gerade mal 6 kleine Protuberanzen zu sehen, auf der Oberfläche 7 Flaregebiete und 10 Filamente. Der gestern so schön anzusehende Doppel-Sinus war heute nur noch in Teilen vorhanden, ansonsten gab es nur eher unscheinbare Materiebögen in der Draufsicht, denn nichts anderes sind Filamente.

So ging ein insgesamt sonniges Pfingsten zu Ende und nun heißt es wieder, Geduld üben, wenn man bei strahlendem Sonnenschein im heißen Büro sitzt und hoffen, dass man nach Feierabend auch noch beobachten kann und dies nicht durch Wolken und Gewitter verhindert wird.

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