Dienstag, 10. Juni 2014

Sonne am 10.06.2014

Der heutige Tag begann leider nicht mit einer Sonnenbeobachtung, da ich wieder zur Arbeit musste und pünktlich zu der Zeit, wo ich auf meinem Dachboden hätte beobachten können, riss die dichte Bewölkung über der Stadt auf. Danach zog es rasch wieder zu und es sah nach einem kräftigen Gewitter aus, welches dann doch nicht kam. Gegen Mittag dann klarte es sich wieder auf und blieb auch so, bis ich Feierabend hatte. Zu Hause angekommen baute ich schnell den kleinen Refraktor auf, um keine Beobachtung zu verpassen, davon hatte ich in diesem Jahr nämlich schon genug.

Mit meiner Sofibrille sah ich heute 2 Gruppen mit bloßem Auge, beide jedoch hart an der Wahrnehmungsgrenze für meine biologischen Lichtwellenempfänger. Im Weißlicht hatte sich wieder einiges getan. Die AR 12080 war deutlich geschrumpft und nur noch eine D18, während die AR 12085 ihre Penumbren weiter ausgebaut hatte und immer noch der Klasse F mit 38 Flecken angehörte. In Richtung Westrand erkannte ich von der AR 12084 und der AR 12077 jeweils nur eine A1, die müssen im Laufe des Tages zusammengefallen sein. Hinter der AR 12080 fand ich eine weitere A1, allerdings ohne Nummer und nur sehr schwer zu erkennen. Weiter entfernt in Richtung Osten entdeckt ich dann noch eine A3, ebenfalls ohne Benennung durch die NOAA. Im Norden war die AR 12082 klar als D5 zu erkennen, die AR 12079 war eine C7 und am Ostrand war eine H3 herumgekommen. Das Sonnenobservatorium Kanzelhöhe hatte zwar nördlich der A1, die hinter der AR 12080 stand, noch eine A1 ausgemacht, die aber konnte ich auch bei längerer Beobachtung nicht finden.

Im H-alpha fielen mir auf den ersten Blick 6 helle Flaregebiete auf, die genügend Potential für Ausbrüche hatten. Dafür gab es auch nur 6 mickrige Protuberanzen und 14 zumeist winzige Filamente. Das „Sinuskurventeil“ war immer noch dabei und nun weiter nach Westen vorgerückt.

Nach einem kleinen Einbruch in der Aktivität, scheint sie nun wieder leicht anzusteigen, was aber vorwiegend den „alten“ und nicht etwa einer Vielzahl „neuer“ Gruppen zu verdanken war. 

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