Mittwoch, 18. Juni 2014

Sonne am 18.06.2014

Wieder einmal strafte das Wetter den Vorhersagen Lügen, denn es sollte am Nachmittag völlig bedeckt sein, aber zumindest nicht regnen. Tatschlich war der Himmel aufgelockert, als ich nach Feierabend zu Hause ankam. Schnell war das kleine Teleskop auf der Fensterbank aufgebaut und schnell war die Sonne dann auch erst mal wieder hinter Wolken verschwunden. Es dauerte aber nicht sehr lange, bis die erste Wolkenlücke kam. Leider war der Himmel in dem freien Stück nicht wirklich klar, sondern von leichtem Syph durchzogen, den man aber mit einem kleinen Refraktor gerade noch überwinden konnte.

Schon der erste Blick verriet mir, dass wieder ein paar kleinere Fleckengruppen nahe des Ostrandes entstanden waren. Auf der Nordhalbkugel der Sonne war jetzt die AR 12089 dicht am Westrand zu finden und wies immer noch einige markante penumbrale Strukturen auf. Dahinter die AR 12090 als H1. Im Süden tummelte sich der Rest der insgesamt 8 Fleckengruppen, die ich an diesem Tag fand. Am Ostrand waren die AR 12093 als J1 und die AR 12093 als C4 zu sehen, dazu gesellte sich eine B4 ohne Nummer. Westlich des Zentralmeridians waren die AR 12092 als C8 und die AR 12087 als halbbogenförmige D9 zu sehen. Unterhalb der AR 12089 stand dann noch, allerdings auf der Südhälfte, eine B2 ohne Nummer.

Bis zur Beobachtung mit dem PST konnte ich wegen einer größeren Wolkenschicht ein wenig pausieren und nach etwa 15 Minuten konnte ich mir auch das Geschehen im H-alpha anschauen. Erstaunlicherweise waren die Sichtbedingungen gar nicht mal so schlecht und so fand ich 8 Protuberanzen, 5 Flaregebiete und 14 Filamente. Letztere waren besonders auf der Osthälfte der Sonne sehr ausgeprägt: zwei größere standen als Bögen hintereinander, quer dazu gab es einen weitere Bogen zu sehen. Überdies war am Westrand in der AR 12089 gerade ein Flare aktiv; und am Rand stand hier dann auch eine aufrecht stehende Protuberanz, die wie ein Zeigefinger aussah.

Die Beobachtungszeit war nur sehr kurz, aber dennoch effektiv und effizient, die Tagesleistung in Form einer Relativzahl konnte erbracht werden.

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