Sonntag, 22. Juni 2014

Sonne am 22.06.2014

Im Gegensatz zum gestrigen WM-Spiel zwischen Deutschland und Ghana, das 2:2 endete, fand ich heute die passende Lücke für den Sieg, sprich: Ich wachte kurz nach 8 Uhr auf und bemerkte, dass die Sonne schien.

Ich schoss regelrecht aus dem Bett, zog mich an und begab mich auf den Dachboden, wo die Sonne bereits durch die kleinen, lukenähnlichen Fenster hereinschien. Nur Minuten später konnte ich mit der Beobachtung beginnen, auch wenn gleich von Anfang an wieder die gegnerischen Wolken störten und mit hoher Geschwindigkeit durch das Bildfeld zogen. Allerdings war der Rasen schlecht bespielbar, bzw. das Seeing teilweise miserabel. Noch nicht ganz wach, hatte ich leichte Probleme mit den Augen, doch nach dem ersten Blick wurde es dann allmählich besser.

Die Wolkenabwehr konnte durchdrungen werden und so erkannte ich im Norden zunächst wieder die AR 12090 als J1, hinzu gekommen ist hier, was ich aber erst im Verlaufe der Beobachtung herausfand, eine dicht am Ostrand stehende J1, noch ohne NOAA-Nummer. Im Süden sah es dagegen heute sehr übersichtlich aus. Die AR 12092 war, wie die AR 12087 nur noch als jeweils eine J1 zu sehen. Auch die gestern noch in der Nähe stehende A1 ohne Nummer war nun verschwunden. Die etwas westlich des Zentralmeridians stehende AR 12093 war heute eine C4, die AR 12094 eine C3 und die hinter der 12093 stehende Gruppe – immer noch ohne Bezeichnung – war eine C11. Eine gestern Abend noch am Westrand zu sehende A1 konnte ich heute morgen nicht mehr finden.

Die nach wie vor nervenden Abwehrspieler von der Wolkenfront hielten mich aber nicht davon ab, mit dem PST ins H-alpha zu gucken. Hier zeigte die Sonne 12 Protuberanzen, wobei besonders die am Ostrand – drei große Materiebögen – das Interesse weckten und wohin ich während der Beobachtung auch immer wieder zurückkehrte. Filamente fand ich nur 8 Stück und allesamt recht klein und auch die Zahl der Flaregebiete war zurück gegangen, denn ich fand nur noch 3 vor. Das gestern noch hochaktive Gebiet rund um die AR 12093 hatte sich in den vergangenen Stunden stark abgeschwächt, war aber immer noch gut als Aufhellung wahrzunehmen. Leider setzte sich dann doch wieder die Wolkenabwehr durch, da mir aber alle gewollten Beobachtungen glückten, war es ein Sieg und kein Unentschieden wie gestern Abend!

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