Samstag, 28. Juni 2014

Sonne am 28.06.2015

Nachdem ich gestern lediglich einen Ausfalltag produziert hatte – morgens war es sonnig, nach Feierabend bewölkt und regnerisch – hoffte ich heute auf eine bessere Gelegenheit zur Sonnenbeobachtung. Anfangs sah es noch ganz gut aus, dann zog es wieder zu und die Wolkendecke lichtete sich erst wieder, nachdem ich die Sonne vom Dachboden aus nicht mehr erreichen konnte und sowieso unterwegs war.

Wieder zu Hause angekommen, sah ich die letzte Wolkenlücke abziehen und saß erst mal wieder unter einem bewölkten Himmel. Der alte Grundsatz, dass, wenn man die erste Gelegenheit zur Sonnenbeobachtung nicht nutzt, man an dem Tag keine zweite erhalten wird, schien sich wieder einmal, wie gestern, zu bestätigen. Es folgte sogar ein kurzes, trockenes Gewitter. Gut zweieinhalb später kam die Sonne wieder raus, war aber doch hohen Syph stark verschleiert und war nur in ganz wenigen Augenblicken fast wolkenfrei zu sehen.

In diesen Momenten zeigte sich die weiterhin sehr schwache Sonnenaktivität. Im Norden waren die AR 12097 als H1 und die AR 12096 als C7 auf Anhieb zu erkennen – die kleinen Flecken der 12096 aber erst im Laufe der weiteren Beobachtung. Durchziehende Wolkenschichten in unterschiedlichen Höhen erschwerten die Beobachtung und erst nach einer weiteren Stunde und einen weiteren Gewitter kam wieder eine größere Wolkenlücke heran, die von tiefer liegenden Wolken fast ständig beeinflusst wurde. Am Ende gab ein einige Sekunden mit wirklich klarer Sicht und just in jener erfasste ich die restlichen Gruppen: die AR 21000 als B3, die AR 12098 (im Süden) als A1, nördlich der AR 12000 eine A1 ohne Nummer und hinter der 12000 ganz am Ostrand eine J1.

Mutig nahm ich danach das PST zur Hand, wurde aber enttäuscht, denn das Wetter war absolut nicht H-alpha-tauglich. Der Hintergrund hellorange, ließ sich auf der Oberfläche nur sehr wenig bei fast nicht vorhandenem Kontrast erkennen. Es gab nur ein großes Filament und fünf weitere, die nur sehr schwer zu identifizieren waren sowie vier helle Flaregebiete. Am Rand sah ich lediglich 6 kleine, kaum wahrnehmbare, Protuberanzen. Und kaum wr ich soweit, unter den schlechten Bedingungen wenigstens etwas gesehen zu haben, zog die nächste Gewitterwolke heran und beendete vorzeitig meine Beobachtungsbemühungen.

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