Freitag, 4. Juli 2014

Sonne am 04.07.2014

Es ist lange her, dass ich die Sonne an einem blauen, wolkenlosen Himmel beobachten durfte. Daher konnte ich heute direkt, nachdem ich heute verspätet von der Arbeit zu Hause ankam – dem HVV und seinen Verspätungen sei gedankt – gleich mit der Beobachtung beginnen. Am frühen Vormittag hatte ich auf dem Weg zur Arbeit schon die beiden großen Gruppen als zwei dunkle Punkte auf der Sonne mit bloßem Auge und Sonnenfinsternisbrille gesehen und so begann ich gleich mit der Weißlichtbeobachtung mit Teleskop. Das Seeing war trotz Temperaturen jenseits der 30° weiterhin sehr gut und erlaubte die Sichtung feinster Details.

Auf der Nordhalbkugel war die gestern noch hart am Ostrand stehende A1 ein Stück weitergewandert und heute als J1 – immer noch ohne NOAA-Nummer – erkennbar. Danach folgten die AR 12106 als C7, die AR 12102 und die 12100 als C8 (wobei nicht klar war, ob die Gruppe nun eine Penumbra hatte oder nicht). Die großen Aktiven Regionen 12104 und 12107 hatten abermals an Größe, aber nicht an Länge zugenommen und dominierten weiter die Südhalbkugel unseres Tagesgestirns. Erstere wurde von mir als D19, letztere als D11 klassifiziert. Eine enorme Weiterentwicklung war auch bei der AR 12108 zu beobachten, die heute eine D20 war und die AR 12109, die ich als D18 einstufte. Etwas abseits davon stand die AR 12110 als A1, gestern noch ohne Nummer.

Im PST hatte die Aktivität nun auch deutlich zugenommen: 8 Flaregebiete waren ein unübersehbares Zeichen, dazu gab es 16 Filamente – vorwiegend rund um die großen Gruppen und auch ein paar auf der in den letzten Tagen häufig leeren Nordhalbkugel. Überdies gab es 11 Protuberanzen, eine am Ostrand war denn auch ein wenig größer als die Exemplare der letzten Tage. Interessant waren auch die bogenförmigen Strukturen rund um die großen Aktivitätszentren: sie wirkten in zwei Fällen auch plastisch und dreidimensional, auch nicht gerade alltäglich!

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