Samstag, 5. Juli 2014

Sonne am 05.07.2014

Eine Zitterpartie, das war nicht nur das gestrige WM-Spiel zwischen Deutschland und Frankreich, sondern auch meine heutige Sonnenbeobachtung. Früh morgens war der Himmel durchgehend bewölkt, doch gegen Mittag riss die schon löchrig gewordene Wolkendecke mehr und mehr auf. Zu Hause angekommen, schien sie ungestört vom Himmel herab, leider stand sie dabei noch weitgehend hinter meiner Hausmauer und kam erst allmählich heran. Das tat dann leider auch die aus Südwesten heranrückende Wolkenbank und so musste ich mich arg beeilen, um meine Beobachtungen vollständig abzuschließen, was unter Zeitdruck und angesichts der vielen Aktivitätsgebiete gar nicht so einfach war.

Vor der teleskopischen Beobachtung hatte ich den Sonnenfilter abgenommen und ihn für die Beobachtung der Sonne mit bloßem Auge verwendet. Auf Anhieb sah ich zwei dunkle Punkte, beim dritten war ich mir nicht sicher. Mal glaubte ich, was zu sehen, mal wieder nicht, also entschied ich mich, nur die beiden sicheren Flecken anzugeben.

Dann ging es los mit der Weißlichtbeobachtung. Was mir beim ersten Blick auffiel war die Parallelität der Anordnung der Fleckengruppen entlang des Sonnenäquators und dass sich fast alle Gruppen binnen Stunden enorm weiterentwickelt hatten und die Südhälfte eindeutig dominierte.

Im Norden stand die gestern schon als J1 zu sehende Gruppe ohne Nummer heute als AR 12111, dahinter befand sich eine A1, die ich erst einmal getrennt davon gezählt hatte, weil mir der Abstand zur 12111 zu groß erschien, um noch dazu zu gehören. Die AR 12106 war eine C3 und von der AR 12100 sah ich nur noch eine A1. Im Süden hingegen begannen die Aktivitätsgebiete wieder mit der AR 12109 als E46, die AR 12108 als E38 und die AR 12104 als D20. Südlich der AR 12108 war die AR 12110 als B3 zu finden und am Sonnenmeridian die AR 12107 als C5, von der sich eine A1 ohne Nummer angegrenzt hatte.

Rasch wechselte ich zum PST, wo mir die 8 Flaregebiete regelrecht entgegen sprangen und ich 15 Filamente, zumeist im Gebiet der großen Fleckengruppen, sehen konnte. Am beeindruckendsten war jedoch ein eher kleines Filament am Ostrand, das dort über den Sonnenrand hinaus ragte, zur Protuberanz wurde und schon dreidimensional wirkte. Die Beobachtung endete dann leider wieder vorzeitig, weil sich die Wolkenbank nun vollends vor die Sonne geschoben hatte und Detailbeobachtungen unmöglich wurden. 

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