Donnerstag, 10. Juli 2014

Sonne am 10.07.2014

Die anhaltende Hochdruckwetterlage erlaubte mir eine stressfreie Beobachtung nach Feierabend. Interessanterweise war das Seeing auch heute wieder fast gut, nur einen Tacken schlechter als gestern.

Auf Anhieb war zu erkennen, dass sich der große Fleckenkomplex aufgrund der Sonnenrotation weiter nach Osten bewegt hatte und – wie in den letzten Monaten oft zu beobachten – nicht viele Gruppen aus dem Osten nachkamen. Die AR 12106 war am Westrand als J2 zu erkennen und hatte abermals eine leichte Hantelform. Die AR 12111 war eine C11, die AR 12113 eine C7: das waren denn auch schon alle Gruppen im Norden. Auf der Südhalbkugel stand die AR 12114 noch nahe dem Ostrand und war eine J5. Darunter stand eine A1 ohne Nummer. Die AR 12109 war gegenüber gestern stark geschrumpft und nur noch eine D18 – obwohl sie eigentlich eher wie eine überdimensionierte H aussah. Die AR 12109 wies abermals eine andere Form auf, der „Halbring“ an Penumbren hatte sich zum Teil aufgelöst. Für mich war es nur noch eine D18. Die AR 12107 gehörte weiter zur Klasse H (mit einem Fleck) und die AR 12104 eine D4, die dicht am Westrand stand.

Der großen Hitze zum Trotz, war das Seeing so gut, dass ich noch eine H-alpha-Beobachtung wagte und in der Tat waren auch heute wieder sehr viele Einzelheiten zu sehen, allerdings weniger Aktivität als gestern. Am Sonnenrand standen nur 9 Protuberanzen, die gestern noch am Westrand stehende war verschwunden, dafür gab es im Südosten eine etwas größere, während eine Bogenprotuberanz im Südwesten nur schwach durchschimmerte. Auf der Oberfläche gab es 7 Flaregebiete und 15, zumeist sehr kleine Protuberanzen, immer noch im Umfeld der großen Aktivitätsgebiete. Allerdings hatten die meisten die gestern noch schön anzusehenden Bogenformen verloren.

Obwohl ich sehr gerne die Sonne beobachte – ich war froh, als ich durch war, die Hitze war unerträglich und als Nordlicht bin ich dafür auch nicht geschaffen! 

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