Donnerstag, 17. Juli 2014

Sonne am 17.07.2014

Mit dem Wetter hatte ich heute nicht so sehr das Glück, dass ich mir erhofft hatte, denn durchziehende Wolken in unterschiedlichen Höhen und mit verschiedenen Richtungen ließen passende Wolkenlücken immer wieder an der falschen Stelle erscheinen oder störten einfach nur die Beobachtung. Das Seeing war auch nicht das beste und so waren die drei A1-Gruppen extrem schwer zu erkennen. Alle drei hatten keine NOAA-Nummer und man musste sich schon regelrecht die Augen aus den Höhlen glotzen, um etwas zu sehen. Als erstes fiel mir eine A1 nahe des Zentrums der Sonnenscheibe auf. Am Westrand stand dann eine abseits eines großen Fackelfeldes im Süden und eine im Norden. Sie waren aber nur in den absolut seltenen Momenten klarer Luft zu erkennen und nur selten wirklich zu halten. Ich musste mehrere Anläufe nehmen, erkannte sie dann aber letztlich doch und konnte sie auch wiederfinden.

Im H-alpha war die Aktivität denn auch sehr übersichtlich. Die durchziehenden Wolken störten hier die Beobachtung noch stärker als im Weißlicht, weil sie zusätzlich das Licht soweit abdämpften, dass das Bild der Sonne ziemlich dunkel erschien. Nur mit großer Mühe erkannte ich 11 Protuberanzen, kein einziges Flaregebiet und 8 mittelgroße Filamente. Im Osten war von den gestern noch so schönen Protuberanzenherde nur noch eines übrig und neue Flecken waren weder im H-alpha, noch im Weißlicht zu sehen. Die Sonne macht halt grad auf Minimum! 

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