Samstag, 19. Juli 2014

Sonne am 19.07.2014

Nach einer wohl größtenteils klaren Nacht hatte ich auf einen klaren, wolkenlosen Morgen gehofft, was sich als ein kleiner Trugschluss erwies, denn genau in Ostrichtung stand eine Syphschicht mit einigen, kleineren Wolken, die das Licht der Sonne stark abdämpfte, aber dennoch genug durchließ, um vernünftig beobachten zu können.

Das Seeing war bisweilen gut bis sehr gut und so konnte ich neben der AR 12119, die gestern noch ohne Nummer war und die ich als C5 klassifizierte, auch die AR 12118 als nur noch A3 sehen. Dahinter befand sich heute eine dritte Gruppe – sie wird wohl die Nummer 12120 erhalten -, die ich als A2 einstufte. Mehr gab es im Weißlicht nicht zu sehen, wenn ich auch manchmal das Gefühl hatte, als wenn in einem der Fackelfelder am Ostrand eine A1 stand, was ich aber trotz mehrfachem Hinschauen und anderen Tricks (den Sonnenrand in die Mitte des Okulars schieben), nicht verifizieren konnte, sodass ich diese – wenn es denn eine war(!) - bei der Relativzahlbildung unberücksichtigt ließ.

War die Aktivität im Weißlicht ganz leicht wieder angestiegen, so überfiel mich die im H-alpha regelrecht. Es schien, als hätte die Sonne quasi übr Nacht den Turbo eingelegt, denn am Rand konnte ich bis zu 18 (!) Protuberanzen mit den unterschiedlichsten Formen sehen. Am Ostrand stand eine, die aussah, wie eine überdimensionierte Pyramide, im Süden stand gleich eine ganze Kette dieser Gebilde und am Westrand stand ein großes c sowie sehr viele kleinere Materiebögen. Ich musste in der Tat mehrmals zählen, weil die Trennung der einzelnen Protuberanzenherde voneinander schon recht schwierig war. Dafür war die Oberfläche heute etwas ruhiger. Ich erkannte drei kleine Flaregebiete – bei zweien schienen gerade kleine Flares akitiv zu sein – und 8 Filamente, von denen die meisten in einer ganzen Kette im Süden zu sehen waren. Das chromosphärische Netzwerk war hingegen nicht zu sehen.

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