Montag, 28. Juli 2014

Sonne am 28.07.2014

An manchen Tagen frage ich mich, wieso die ganzen Murphys immer mir passieren, denn kaum hatte ich das Teleskop aufgebaut, kam eine dicke Wolke nach der anderen, während der restliche Himmel fast wolkenfrei war. Fast eine halbe Stunde musste ich sinnlos am Teleskop verbringen, bis ich mit der Beobachtung beginnen konnte. Danach war der Himmel dann natürlich wolkenfrei, zwischendurch störten immer wieder hohe Wolken und durchziehende tiefere. Entsprechend suboptimal war denn auch das Seeing – es wurde später aber auch nicht wesentlich besser.

Die Aktivität im Weißlicht war zwar deutlich angestiegen, aber nur durch Gruppen der unteren Waldmeierklassen A bis D. In der Sonnenscheibenmitte stand die AR 12121 als C11. Darunter das Fleckenkonglomerat, bestehend aus drei Gruppen: die AR 12126 als D14, die AR 12123 als C4 und eine B4 ohne Nummer. Am Ostrand – bis auf die AR 12121 befinden sich alle auf der Südhalbkugel – sind binnen mehrerer Tage gleich vier neue Gruppen erschienen: die AR 12127 war eine H5, die 12125 eine C2, die AR 12128 eine J1 und die AR 12124 eine A1.

Im H-alpha war richtig viel los. Der Sonnenrand wies 13 Protuberanzen auf, wobei besonders die im Nordosten und im Nordwesten auffielen. Hier gab es auch eine hohe, schwebende Protuberanz. Auf der Oberfläche gab es zwar nur 5 Flaregebiete, eines davon, im Osten, war aber deutlich heller: hier war ein Flare aktiv. Später „aktivierte“ sich einer nahe der Sonnenscheibenmitte. Zu erwähnen sind natürlich auch die 10 Filamente, von denen 4 auch richtig groß waren.

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