Dienstag, 29. Juli 2014

Sonne am 29.07.2014

Es war nur ein ganz enges Zeitfenster bzw. nur eine sehr kleine Wolkenlücke, die mir nach einem überwiegend von Cirren geprägten Tag blieb. Dabei war es wieder so typisch: Bei Sonnenschein und fast 30° im Büro sitzend, zog es just in dem Moment ganz zu, als ich zu Hause ankam. Mehrere Dutzend Male war mir das schon passiert und ich frage mich immer mehr, warum? So musste ich dann erst mal 3 Stunden auf die nächste Gelegenheit warten und diese war nur kurz und knapp, während in Richtung Südosten der Himmel zeitweise fast klar war, nur wieder mal nicht in Richtung Sonne. Allerdings hatte ich insofern Glück, dass dort, wo die Sonne stand, zwei Wolkenschichten aufeinander zuliefen, aber nur sehr langsam vorankamen.

Trotz der widrigen Umstände war das Seeing gut, wenngleich auch die Detailsichtbarkeit der kleinen Flecken schwierig war. Die AR 12121 hatte alle sie umgebenden kleinen Flecken anscheinend verloren und war nur noch eine H4, die AR 12129 eine A1, die AR 12126 eine D11 und die AR 12123 nur noch eine A1. In Richtung Osten stand die AR 12124 als A1, die AR 12125 und die AR 12128 jeweils als J1, dahinter gab es eine B2 ohne Nummer sowie genau am Sonnenrand eine D6.

Im PST war die H-alpha-Sonne ziemlich kontrastarm und als erstes erblickte ich 5 helle Flaregebiete und 8 Filamente (eines stand weit geschwungen im Osten). Die Protuberanzen am Rand waren da trotz unterschiedlicher Filtereinstellungen nur sehr schwer zu erkennen. Die 8 Exemplare, die ich fand, waren zudem auch nicht sonderlich groß. So kam ich trotz des weitgehend versyphten Himmels am Ende doch noch zu einer Beobachtung, mit der ich nicht mehr gerechnet hatte.

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