Donnerstag, 31. Juli 2014

Sonne am 31.07.2014

Aus zeitlichen Gründen musste gestern der Blogeintrag entfallen, was nicht weiter tragisch ist, da die Sonnenaktivität an beiden Tagen kaum Veränderungen zeigte. Auch Wetter und Seeing waren nahezu identisch. Leider auch die Murphys, denn gestern wie heute kamen erst mal Wolken, solbald ich das Teleskop aufgebaut hatte, nur verzogen sie sich gestern ein wenig schneller, heute musste ich eine geschlagene Stunde warten, bis sich wieder eine ausreichend große Wolkenlücke ergab. Vorher waren sie zu klein und reichten gerade aus, das Teleskop auszurichten oder wanderten zielsicher an der Sonne vorbei.

Auf der nördlichen Hemisphäre der Sonne befand sich mit der AR 12121 nur eine einzige Fleckengruppe in Form einer C6. Der Dreierkomplex darunter im Süden hatte sich binnen zweier Tage stark zurück entwickelt. Die AR 12129 war eine B2 und die AR 12126 eine D7, die 12123 konnte ich nicht mehr finden. Die AR 12125 und 12128 waren wieder jeweils eine J1, die AR 12131 eine D9, die AR 12127 eine H8 und die AR 12130 eine D11. Am Ostrand war dann noch eine C4 aufgetaucht, noch ohne NOAA-Nummer. Das Ungleichgewicht in der Fleckenverteilung blieb bestehen und die Südhälfte war weiter die aktivere.

Im H-alpha fiel die Aktivität dagegen ein wenig dürftig aus. Es gab nur drei Protuberanzen am Rand und die waren nicht einmal besonders überragend. Neben 6 hellen Flaregebieten sah ich 8 Filamente – zwei davon (eine im Norden, eine im Süden) waren besonders groß – und die Polregionen waren einmal mehr vollkommen frei von irgendwelchen Erscheinungen. Aufgrund des eher durchschnittlichen Seeings war das chromosphärische Netzwerk an beiden Tagen nicht sichtbar.

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