Samstag, 2. August 2014

Sonne am 02.08.2014

Zum ersten Mal seit zwei Wochen war es mir möglich, wieder vor dem Frühstück vom Dachboden aus zu beobachten. Die Sonne stand zum üblichen Zeitpunkt um 8:00 Uhr MESZ schon deutlich tiefer, als noch vor ein paar Wochen – die letzte Nacht war die erste ohne Mitternachtsdämmerung in Hamburg – und ich hätte, weil sie unter der Krone der Bäume stand, auch schon früher beobachten können. Der Himmel war leicht syphig, aber das Seeing gut bis sehr gut.

Das sorgte dafür, dass viele kleine Gruppen sichtbar wurden, die man sonst vielleicht übersehen würde. Der bekannte Fleckenkomplex stand nun ganz am Westrand un hatte sich enorm zurück entwickelt. Die AR 12121 war nur noch eine A1, die AR 12129 eine B4 und die 12126 eine A2. Weiter in Richtung Osten konnte ich die AR 12125 nicht mehr finden, die AR 12128 war weiter eine J1, die AR 12131 eine C7, die AR 12132 eine C11. Hinter der AR 12130 befand sich eine J2, sie selbst war ebenso eine D10 wie die 12127. Die AR 12121 war nicht mehr die einzige Gruppe im Norden, denn ganz am Ostrand standen hier eine B4 und eine B2, hier durfte man gespannt sein, ob da noch mehr herumkam.

Das gute Seeing machte sich denn auch im H-alpha bemerkbar, wo mich die Vielfalt der Erscheinungen regelrecht erschlug. Am Rand zählte ich 10 Protuberanzen – von denen nur eine wirklich groß war und einer afrikanischen Schirmakazie ähnelte -, 8 helle Flaregebiete sowie 15 Filamente, deren hohe Zahl durch die beiden schon ein paar Tage sichtbaren langen Materiebögen entstand, die nun in viele kleine zerfallen waren und sich bald auflösen dürften.

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