Montag, 11. August 2014

Sonne am 11.08.2014

Die heutige Beobachtung folgte wieder mal dem altbekannten Muster: nach Feierabend bei Sonnenschein nach Hause kommen, das Teleskop aufstellen und erst mal auf Wolken starren. Die erste Lücke war zu klein, die nächste auch, ich konnte gerade eben noch das Teleskop ausrichten, dann war wieder Warten angesagt. Als dann endlich eine große Wolkenlücke kam, drehte sich das Zenitprisma und ließ fast das Okular herausfallen. Dieses Mal war ich schneller und fing es auf. Dafür bekam ich das Okular erst einmal nicht wieder in die Steckhülse: rausfallen ja, wieder reinstecken, nein. Die Wolkenlücke verstrich ungenutzt und aus Richtung Westen kam eine dicke Schicht dunkler Wolken heran. Es wurde Zeit, dass endlich mal was passierte. Schließlich ließ sich das Okular doch die Steckhülse reinstecken und ich konnte das Teleskop endlich wieder richtig ausrichten.

Im Weißlicht hatten sich kleine Veränderungen ergeben: am Westrand stand noch die AR 12134 als D2 und die AR 12135 als F16 sowie am Ostrand eine namenlose D4, während auf der Südhalbkugel – alle vorher genannten Aktivitätsgebiete waren im Norden zu finden – die AR 12137 einsam und verlassen als J1 zu erkennen war. Von der AR 12132 war nichts mehr zu sehen.

Im H-alpha hingegen hatte die Aktivität gegenüber dem Vortag enorm zugelegt. Allein 13 Protuberanzen standen am Sonnenrand, 16 Filamente und 3 Flaregebiete auf der Oberfläche. Am Westrand war eine große Büschelprotuberanz zu sehen, in dessen Nähe ein gerade aktiver, kleiner Flare (ich vermute mal der Klasse b) aktiv war. Auf der gegenüber liegenden Seite erhob sich ein kleiner Protuben-Bogen. Auch die Filamente waren nett anzusehen und im Südosten ging gerade eines wieder in eine Protuberanz über: wie immer ein schöner Anblick.

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