Mittwoch, 13. August 2014

Sonne am 13.08.2015

Ein Etappensieg auf dem Weg zu 200 Beobachtungstagen wurde heute erreicht: Meine 150.te Beobachtung im laufenden Jahr. 2013 war dies erst Ende September der Fall.

Das Wetter war dem Ereignis aber nicht angemessen, denn kaum war ich zu Hause angekommen, verschwand das letzte Stück blauer Himmel für gut anderthalb Stunden. Meine erste Beobachtung an diesem Tage litt unter heftigem Syph und zwei weiteren Wolkenschichten, die mal aus Südwest, mal aus Nordwest kamen und zunächst keine Beobachtung zuließen. So musste ich längere Zeit auf eine Nachbeobachtung warten, wo die Sichtbedingungen aber auch nicht viel besser waren. Der Himmel blieb hellweiß. In einigen Momenten allerdings wurde die Sicht einen Tacken besser und so konnte ich nach und nach alle Gruppen mehr oder weniger deutlich – mit der Bildschärfe stand es nicht zum Besten – sehen, die Zahl der Einzelflecken aber oft nur grob schätzen. So war die AR 12139 für mich eine D14. Die große AR 12135 hatte sich weiter zurückentwickelt und geteilt. Ich gliederte sie in eine H1 und eine, allerdings nur sehr schwer zu sehende, B5 auf. Am Westrand war mit der der AR 12140 eine neue B2-Gruppe entstanden, die AR 12137 war eine B3. Ziemlich genau in der Sonnenscheibenmitte war mehr zufällig eine A4. Eine auf Satellitenfotos am Ostrand stehende kleine Gruppe ohne Nummer konnte ich unter den gegebenen Bedingungen nicht nutzen.

Die H-alpha-Beobachtung war dann auch erwartungsgemäß grausig. Der Himmelshintergrund erschien hellrot, auf der Oberfläche waren zunächst keine Einzelheiten zu sehen und auch Protuberanzen waren nicht auszumachen. Das änderte sich erst bei der späteren Nachbeobachtung, der letzten Chance an diesem Jubiläumstag. So fand ich mit großer Mühe 9 Protuberanzen, 7 Filamente und 4 Flaregebiete mehr schlecht als recht.

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