Donnerstag, 14. August 2014

Sonne am 14.08.2014

Lange sah es nach einem klassischen Murphtag aus: Am Vormittag, als ich auf der Arbeit war, schien mehrfach die Sonne, ab dem frühen Nachmittag zog es zunächst zu, klarte danach aber wieder auf. Typischerweise hatte ich mein Teleskop gerade aufgebaut, als erneut Wolken kamen und die Beobachtung beendete, bevor sie begann. Erst gut 90 Minuten später baute ich das Teleskop erneut auf, mit dem gleichen Effekt, da eine zweite Schicht Wolken dazwischen funkte. Im dritten Anlauf – warum habe ich eigentlich fast ständig diese Probleme? - sollte die Beobachtung dann gelingen. Das Seeing war überraschend gut und so konnte ich feinste Details in den wenigen Gruppen wahrnehmen, die gerade im Weißlicht zu finden waren.

Im Norden war die AR 12139 zu einer E11 geworden. Davor stand eine nummernlose B2, darunter, im Süden, ebenfalls ohne NOAA-Bezeichnung, eine B2. Die AR 12135 war endgültig zu einer C3 zerfallen und von der AR 12140 war nichts mehr zu sehen. Auf der Südhalbkugel fand ich von der AR 12137 nur einen kümmerlichen Rest in Form einer B4 und westlich des Sonnenmeridians war die vierte B-Gruppe (die dritte ohne NOAA-Kennung), sie enthielt vier Einzelflecken.

Von den guten Sichtbedingungen profitierte selbstredend auch die H-alpha-Beobachtung. Hier hatte die Aktivität gegenüber den Vortagen ein wenig abgenommen und so zählte ich 9 Protuberanzen, 12 verschieden große Filamente und 6 helle Flaregebiete. Auffallend war im Norden eine große Zone ohne irgendwelche Erscheinungen auf der Sonnenoberfläche, während dort lediglich zwei kleine Mini-Protuberanzen zu sehen waren. Für weitere Detailbeobachtungen blieb dann keine Zeit mehr, denn die gnädige Wolkenlücke hatte sich verflüchtigt und es fing sogar spontan an, leicht zu regnen.

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