Freitag, 3. Oktober 2014

Sonne am 03.10.2014

Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich das letzte Mal die Sonne unter einigermaßen guten Bedingungen beobachten konnte. Nach etwa einer Woche und vielen Ausfalltagen, erhielt ich heute auch die Gelegenheit, überhaupt mal wieder beobachten zu können. Dabei sollte es den ganzen Tag über bedeckt bleiben, doch gegen Mittag kam die Sonne zu einem frühherbstlichen Tag mit fast sommerlichen Temperaturen heraus. Ich musste zwar nach dem ersten Aufklaren noch eine gute Stunde warten, bis unser Tagesgestirn endlich über der Häuserkante herauskam, dafür wurde ich mit einem doch recht guten Seeing belohnt, das selbst kleinste Fleckengruppen erkennen ließ.

Seit meiner letzten Beobachtung hatte sich der Anblick der Sonne deutlich verändert. Zwar zählte ich 8 verschiedene Gruppen, doch gehörten diese zumeist den unteren Waldmeierklassen A bis D an. Am Ostrand standen zwei kleine A-Gruppen mit jeweils einem Fleck, die zur Beobachtungszeit um 12:30 Uhr MESZ noch keine NOAA-Nummer erhalten hatten und auch die C2 in deren näherem Umfeld war noch ohne Bezeichnung. Ebenso erging es der A3 und der B5, die hinter der großen C11-Gruppe standen. Sie selbst war auch noch nicht von der NOAA erfasst worden und wies zudem eine deutlich sichtbare Lichtbrücke nahe der Penumbra des voranschreitenden Teils des bipolaren Aktivitätsgebietes auf. Erst die AR 12177 hatte einen Namen und war eine A1, die AR 12176 eine D3. Die AR 12172 war hingegen nicht mehr zu sehen und um dem Sonnenrand herumrotiert. Bemerkenswert waren auch einige größere Fackelfelder. Ansonsten machte die Sonne einen recht ruhigen Eindruck.

Dieser wurde im H-alpha nur zum Teil bestätigt. Es gab nur 8 Protuberanzen, von denen nur zwei erkennbar größer und eine in Form eines über dem Rand schwebenden Restes zu finden war. Auf der Oberfläche erkannte ich 6 helle Flaregebiete und 12 Filamente, die oft sehr interessante, bogenförmige, an Viadukte erinnernde oder schwer zu definierende Formen aufwiesen. Am interessantesten dürfte in den kommenden Tagen der Südwesten werden, wo ein Filament dicht am Sonnenrand stand und schon morgen zu einer sehr spannenden Protuberanz werden dürfte. 

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