Samstag, 11. Oktober 2014

Sonne am 11.10.2014

Der Himmel zeigte sich anfangs in einer für die Jahreszeit typischen Mischung aus Cirren, Syph und anderem Wolkengeschmodder, sodass ich eigentlich keine recht Hoffnung auf eine Beobachtung hatte. Doch als die Sonne in einer Baumlüke genau über dem Dach des Nachbarhauses stand, riskierte ich eine Beobachtung und wurde belohnt, zumindest irgendwie.

Im Okular zeigte sich anfangs eine total verschmierte Sonne mit keinerlei Detail. Erst als sie sich wieder den Ästen annäherte, besserte sich die Situation beinahe schlagartig. Zwar zogen immer noch sehr hohe Wolken durch und der Sonnenrand war zeitweise nur sehr schwer zu definieren, dennoch gelang mir die Sichtung der beiden einzigen größeren Aktivitätsgebiete. Die AR 12186 war, da der zweite Fleck dicht an Hauptfleck stand, eher eine H2. Die AR 12182 stand dicht am Westrand und zunächst nicht leicht zu finden, schließlich gelang mir dann doch noch irgendwie eine kurze Sichtung. Ich schätzte sie als C4 ein, die in einem Fackelfeld stand.

Die H-alpha-Beobachtung machte zu dem Zeitpunkt keinen Sinn. Eine Stunde später stand die Sonne in einer weiteren, allerdings deutlich kleineren, Baumlücke, durch die ich mein PST schauen ließ. Die Bedingungen waren wie erwartet: hellroter Hintergrund, sehr wenig Kontrast, aber 13 Protuberanzen am Rand, 11 Filamente auf der Oberfläche und geschätzte 6 helle Flaregebiete. Leider störte auch hier der Syph extrem stark, sodass ich die große Protuberanz im Südosten, die bei GONG fast über den Bildrand hinausging, nur sehr schemenhaft zu Gesicht bekam.

Die Wolken lösten sich dann kurzzeitig noch sehr viel weiter auf, natürlich, als die Sonne unerreichbar hinter Bäumen stand.

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