Sonntag, 19. Oktober 2014

Sonne am 18.10.2014

Der erste Tag des Astrourlaubes auf der Sternwarte Kirchheim in Thüringen: Nach dem Auspacken und noch vor dem Einkaufen im benachbarten Rudisleben ging es an die Sonnenbeobachtung, sicher ist sicher. Der Himmel sah aber nicht gerade vielversprechend aus, denn er Himmel war weitgehend von leichten und hohen Cirren übersät, doch an der einen und anderen Stelle gab es Lücken, durch die ich problemlos hindurch schauen konnte.

Im Weißlicht sah es zunächst eher trostlos aus. Die kleinen Gruppen, die ich gestern noch sehen konnte, waren verschwunden und die beiden Aktiven Regionen 12186 und 12187 waren als J1 und C5 zu sehen. Aber am Ostrand: da kam gerade eine neue, große Gruppe herum, die uns schon vor Wochen Hoffnung auf Polarlichter gemacht hatte. Die alte AR 12172/73 war als AR 12192 wieder da und wies nun deutlich größere Penumbren auf. Ich klassifizierte sie als E21. Südlich davon hatte sich in der Nähe dieser Gruppe eine A3 entwickelt.

Im H-alpha war die Beobachtung schon etwas schwieriger, weil die Cirren doch zu seh störten. Ich kam noch auf 7 Protuberanzen, 8 Filamente und 4 helle Flaregebiete, doch der Hintergrund wies eine eindeutige Tendenz zum Verschmieren auf und der Kontrast war eher gering. Eine Nachbeobachtung am späten Nachmittag ergab kein anderes Bild und der Himmel klarte erst richtig auf, als die Sonne sehr tief stand und die Beobachtung durch die Extinktion beeinträchtigt wurde.

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