Donnerstag, 30. Oktober 2014

Sonne am 30.10.2014

Nach einem total grauen und schon mal einen Vorgeschmack auf den tristen November liefernden, teilweise regnerischen, Tag, bot sich heute mal wieder eine Gelegenheit für eine Beobachtung. Das Seeing war eigentlich ganz gut, nur störte der Hochnebel und der allgemeine Schleim am Himmel die Beobachtung.

Von der AR 12192 sah ich am Westrand noch einen kümmerlichen Rest des f-Teils der Gruppe, den ich mangels anderer Möglichkeiten als H1 klassifizierte.. Den wahren Abgang hatte ich durch das schlechte Wetter am Vortag verpasst. Zurück blieben nur ein paar kleinere Gruppen, dachte ich zuerst. Die AR 12195, 12196 und 12198 waren alles nur J1-Gruppen, die AR 12194 und die 12197 konnte ich trotz aller Bemühungen nicht finden. Als ich schon annahm, bedingt auch durch den Syph, das war es, mit der Beobachtung, entdeckte ich in der Osthälfte vier kleine Grüppchen: eine B2, eine B3, eine A1 und eine A2. Das erinnerte mich an die alte Weisheit: Wenn der Große weg ist, trauen sich die Kleinen wieder aus den Löchern heraus. Hier schien es fast genauso zu sein, denn während die große AR 12192 das Feld beherrschte, gab es kaum kleine Gruppen zu sehen.

Wenig Hoffnung machte ich mir auf die H-alpha-Beobachtung. Dafür waren die Bedingungen zu schlecht. In der Tat war der Himmelshintergrund hellorange und der Kontrast arm. Dennoch waren erstaunlich viele Details doch noch zu sehen, obwohl das ganze schon sehr grenzwertig war. Am Ostrand standen zwei etwas größere Protuberanzen, im Westen eine sowie einige im Nordosten, die aber nur sehr schwach zu sehen waren. Auf der Oberfläche erkannte ich 9 Protuberanzen, wobei die große im Nordwesten kurz vorm Rand stand und in den kommenden Tagen für etliche sehr interessante Protuberanzen sorgen dürfte. Dazu kamen noch drei eher schwächliche Flaregebiete, die aber aufgrund der großen Kontrastarmut des Bildes kaum zu sehen waren.

Kurz nach der Beobachtung verdichtete sich der Syph, es kamen Wolken an und beendeten das kleine und bescheidene Wolkenloch, das mir immerhin die nächste Beobachtung bescherte.

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