Sonntag, 2. November 2014

Sonne am 02.11.204

Der November macht es einem nicht leicht, die Sonne zu beobachten. Das für den Vormittag noch vor einigen Tagen angekündigte gute Wetter blieb aus und die Sonne war erstmals zu sehen, als sie, knapp neben der Kante meines Hauses stehend, erst hinter dieser und dann einem Baum verschwand und für mich unerreichbar wurde. Lt. Vorhersage für den heutigen Tag sollte es ab ca. 13 Uhr eine größere Wolkenauflockerung geben, stattdessen war zu dem Zeitpunkt der Himmel völlig bedeckt. Mein Zeitfenster reicht bis etwa 15 Uhr, danach steht die Sonne hinter einem Hochhaus und geht auch hinter diesem unter. Dabei zeigt sich zunächst ein riesiges Wolkenloch im Nordwesten, während die Sonne hartnäckig durch Wolken verborgen war. Das hielt sich beständig, bis aus Südwesten eine weitere Wolkenlücke gemächlich herankam. Diese hatte die Sonne dann endlich gegen 14:15 Uhr erreicht ... und war gut 10 Minuten später wieder verschwunden, bis es kurz nach 15 Uhr weitgehend aufklarte ...

Die 10 Minuten Beobachtungszeit reichten jedoch aus, um in zwei Wellenlängen zu beobachten. Im Weißlicht hatte die Zahl der Aktiven Regionen deutlich abgenommen. Die im Norden dicht am Westrand stehende AR 12195 war eine J1, die AR 12202 eine C10, die fast auf dem Zentralmeridian sitzende 12203 eine D15 und die AR 12204 eine C7. Der Süden enthielt heute nur noch die AR 12201 als C9 und die AR 12200 als A1. Das Seeing war während der Beobachtung recht gut und so war ich gespannt auf die Beobachtung im H-alpha.

Dort fiel mir als erstes eine großflächige Penumbra im Südwesten auf, sowie eine bogenförmige im Nordwesten. Fünf weitere waren eher von kleiner Statur und oftmals erst auf den zweiten Blick zu sehen. Vier helle Flaregebiete – eines im Bereich der AR 12203 – zierten die Oberfläche ebenso wie 15 kleine und ziemlich regellos über die Sonnenbeobachtung verteilte Filamente.

Für Detailstudien im H-alpha blieb auch heute keine Zeit, denn kurz nach dem Ende der Beobachtung zogen schnell tiefer liegende Wolken heran und ließen alle weiteren Beobachtungen scheitern.

Dies wird möglicherweise für die kommende Zeit die letzte Beobachtung gewesen sein, denn lt. Langfristiger Wettervorhersage erreicht mich nun eine Schlechtwetterzone, die über das kommende Wochenende hinaus reichen wird, der einzige Zeitraum, wo ich jetzt noch beobachten kann.

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