Freitag, 7. November 2014

Sonne am 07.11.2014

Dank vieler Überstunden konnte ich mir heute mal einen frühen Feierabend gönnen und den wollte ich für eine Sonnenbeobachtung nutzen, was mir auch gelang. Die Wolken hielten sich weitgehend zurück, dafür war das Seeing unterdurchschnittlich: der Rand war kräftig in Bewegung, während Oberffächenstrukturen gut zu sehen waren.

Im Weißlicht hatte sich seit der letzten Beobachtung vor 5 Tagen zwar einiges verändert, doch wirklich spektakuläres war nicht dabei Lediglich die auf der Nordhalbkugel zu sehende AR 12205 zog sofort das Beobachterauge auf sich. War sie doch die größte, derzeit zu beobachtende Fleckengruppe, die ich als E28 klassifizierte. Mit dem bloßen Auge konnte ich sie nicht sehen, sie verdankte ihre Einstufung auch nur ihrer Länge und weniger ihren Penumbren, die zwar vorhanden, insgesamt aber eher klein waren. Im Norden gab es dann noch die AR12204, die ich für eine A1 hielt, die AR12203 am Westrand (J1) sowie eine nummernlose A3 in deren Nähe. Im Südost gab es zwei A1 ohne Nummer und Richtung Westen die AR 12202 als C9. Im Endeffekt also ein eher ruhiger Weißlichttag.

Im H-alpha sah es fast ähnlich aus. Lediglich im Bereich der AR 12205 gab es ein helles Flaregebiet – hier waren in den vergangenen Tagen drei M-Flares aufgestiegen – und es schien, dass zur Beobachtung ein derartiger Ausbruch im Frühstadium seiner Entwicklung zu sehen war. Leider konnte ich wegen der nahenden Kante des gegenüberliegenden Hochhauses nicht weiter beobachten.

Rund um die AR 12201 gab es auch noch einige flareträchtige Aufhellungen. Insgesamt fand ich aber nur 4 Flaregebiete, 10, bis auf eine Ausnahme eher kleine, Filamente und 12 winzige Protuberanzen. Leider verschlechterte sich das Seeing zusehends, sodass die H-alpha-Beobachtung im Laufe der Zeit schwieriger wurde. Dennoch gehe ich davon aus, alle relevanten Phänomene zahlenmäßig erfasst zu haben.

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