Montag, 1. Dezember 2014

Sonne am 01.12.2014

Unverhoffte Beobachtungen seien die besten, hat jemand mal behauptet. Zumindest heute könnte der unbekannte Autor dieser Behauptung recht behalten. Dabei war für heute eigentlich ein sehr sonniger Tag angekündigt worden, was jedoch zunächst blieb war die seit Wochen andauernde und nervender Hochnebelepampe. 

Gegen Mittag klarte es das erste Mal auf, aber da saß ich noch bei meinem Hausarzt. Die zweite Gelegenheit verstrich, als ich wieder nach Hause kam und die Sonne gerade  hinter dem Hochhaus verschwunden war. Ewig das selbe Spiel des Schotten, langsam wird es langweilig. Daher hatte ich den Tag schon abgeschrieben, doch dann kam die Sonne rechts vom Hochhaus wieder raus und war für exakt zwei Minuten zu sehen, bis sie hinter einem Baum verschwand und weitere Beobachtungen nicht möglich waren. Daher kam ich heute auch wieder nur zu einer Weißlicht- und nicht zu einer H-alpha-Beobachtung (die letzte ist schon fast einen Monat her).

Eigentlich hätte die derzeitige Aktivität eine genauere Beobachtung verdient, aber wenn man in keiner Himmelsrichtung einen freien Blick zum Horizont hat, muss man sich in den wenigen Augenblicken freier Sicht auf die Sonne halt beeilen. Aber ganz ohne den Blick durch die Äste der Bäume ging es dann halt doch nicht.

Der erste Blick der hinter dem Hochhaus hervorkommenden Sonne zeigte im immer noch vorhandenen Hochnebel einen heftig wallenden Sonnenrand mit regelrechten Einkerbungen, Dellen und Löchern. Das Seeing bei den -4° Außentemperaturen war grausig. Dennoch erkannte ich 9 Fleckengruppen. Als erstes sah ich im Süden die große AR 12222 als F 14, ihr folgte eine D8 ohne Nummer, dann die AR 12217 als D5 und die AR 12216 als H1 und die AR 12220 als A1. Im Norden standen die AR 12221 als E14, die AR 12218 als H1 und die AR 12223 als A1 sowie die AR 12219 als H2. Die letzten Gruppen erkannte ich erst, als die Sonne schon fast vollständig von den Ästen verdeckt war. Die Chance, die Sonne rechts vom Baum zu sehen, wurde durch neuerliche Hochnebelschwaden zunichte gemacht. Und in der ganzen Zeit war der Himmel in Richtung Norden dunstig, aber wolkenfrei …

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