Mittwoch, 24. Dezember 2014

Sonne am 24.12.2014


Es ist kaum zu glauben und kommt einem Weihnachtswunder gleich: Nach 10 Tagen ohne die geringste Aussicht auf eine Sonnenbeobachtung gelang mir heute endlich wieder ein Blick auf unser Tagesgestirn. Freilich nicht, ohne dabei keines der bekannten Murphys auszulassen. Die ersten Wolkenlücken zeigten sich – natürlich – erst, nachdem die Sonne hinter dem ersten nervigen Hochhaus stand. Die nächste kam, als sie rechts davon hinter einem Baum stand und die dritte, als sie von einem Baukran verdeckt wurde.

Diese Chance konnte ich - allerdings erst nach einem zwischenzeitlichen Regenguss - insofern nutzen, weil sich die Flecken zwischen den einzelnen Streben des Kran zeigten. Kaum hatten sie das Hindernis passiert, zog eine Wolkenschicht exakt vor die Sonne, während der Himmel darüber und darunter – natürlich - klar war. Sie zeigte sich dann erst wieder, als sie vom zweiten Hochhaus verdeckt war. Irgendwie gelang es mir in den einzelnen Phasen, wo ich die Sonne sehen konnte, die meisten Fleckengruppen zu erfassen. Das Seeing war überdies auch eher mittelmäßig, doch für eine kurze Relativzahlbestimmung reichte es dann am Ende.

Von der hohen Aktivität in der letzten Woche hatte ich – natürlich – nur etwas über diverse Internetquellen mitbekommen. Eigene Beobachtungen blieben mir - natürlich – versagt. Die heutige Aktivität im Weißlicht war denn auch sehr übersichtlich. Am Westrand standen auf der Nordhälfte die AR 12241 als H1, die AR 12244 als D4, die AR 12245 als B4 und die AR 12246 als J1. Im Süden waren mit der AR 12247 und der AR 12248 nur zwei weitere J1-Gruppen auf die Schnelle zu finden. Die AR 12242 gehörte jedoch nicht dazu. Kurz nach dem ersten Kontakt der Sonne mit dem zweiten Hochhausschatten musste ich abbauen, weil mich ein neuerlicher Regenscauer dazu zwang, als ob man dieser Tage noch nicht schon genug davon bekommen hätte. Eine H-alpha-Beobachtung war unter diesen Umständen – natürlich – wieder einmal nicht möglich.

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