Sonntag, 28. Dezember 2014

Sonne am 28.12.2014

Ein sonniger Tag in Hamburg ist im Winter eher eine Seltenheit und wenn dann auch noch beim Auftauchen des Tagesgestirns über den Bäumen keine Wolken auftauchen, ist eine entspannte Sonnenbeobachtung angesagt. So wie heute. Das Seeing war - verglichen mit den letzten Tagen - ausgesprochen gut, nur der Sonnenrand war ein wenig in Bewegung.

Im Weißlicht hatte sich seit der letzten Beobachtung nur wenig verändert. Im Norden fand ich mit der AR 12246 als H1 und der nur sehr schwer zu beobachtenden AR 12250 als A1 lediglich zwei der insgesamt 7 Gruppen, die heute auf der Sonne zu sehen waren. Der Rest stand auf der Südhalbkugel. Eine spektakuläre Gruppe war nicht dabei, die vorhandenen Aktivitätsgebiete gehörten bis auf eine Ausnahme allesamt der niedrigen Waldmeierklassen an.

Die einzige, etwas höher entwickelte, war die AR 12249, die als D8 nah an den Westrand herangerückt war. Die zeigte zwei interessante, wenn auch winzige, Penumbren, von denen die im f-Teil nahezu in nord-südlicher Richtung orientiert war und vier kleine Umbren in ihrem Feld umschloss. Die AR 12247 war eine B3, die 12248 eine C5, die nah am Ostrand stehende 12251 eine weitere B3 und die frisch um den Rand herumrotierte 12252 eine oval geformte H1 in einem etwas größeren Fackelfeld. Von den Fackeln war erstaunlicherweise heute auch nur wenig zu sehen.

Endlich konnte ich auch wieder mal ins H-alpha schauen und dort war es durchaus interessant. Sieben Protuberanzen standen am Sonnenrand, worunter eine spitzkegelige im Südosten und eine schwebende im Nordosten zu finden war. Die Exemplare am Westrand waren eher strukturlos geformt. Auf der Oberfläche sah ich 6 helle Flaregebiete und 10 Filamente. Eines davon im Osten, das größte dieses Tages, war fast dreidimensional zu sehen und erhob sich deutlich über die Oberfläche.

Insgesamt aber war die Aktivität am heutigen Tage eher durchschnittlich, als herausragend, für die Zeit nach dem Maximum aber leider völlig normal. 

1 Kommentar:

  1. Hi,

    auch von Lübeck aus war heute eine Beobachtung möglich. Und auch ich registrierte mit Freude, wie vergleichsweise ruhig die Luft war, wo doch sonst viele Wintertage eine eher unbrauchbare Luftunruhe aufweisen.

    Viele Grüße

    Stephan.

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