Dienstag, 30. Dezember 2014

Sonne am 30.12.2014

Mein Erstaunen war riesengroß, als im Laufe des Vormittags mit einem Mal Wolkenlücken auftauchten, die es laut amtlichem Wetterbericht gar nicht geben sollte. Für den ganzen Tag war bedeckter Himmel und Schneefall angekündigt. Letzterer kam in der Nacht und war am Morgen wieder verschwunden. Leider kam das erste große wolkenfreie Feld um 2 Stunden zu früh, denn da stand die Sonne noch tief hinter den Nachbarhäusern. 

Gegen Mittag gab es dann weitere, allerdings kleinere, Lücken, die mir aber einen raschen Blick ermöglichten, denn gleich nach der Beobachtung musste ich zu einem zuvor vereinbarten Termin. Natürlich kam die Wolkenlücke nur sehr zögerlich voran und ich konnte den besten Teil der Auflockerung dann auch nicht mehr mitnehmen, weil ich da bereits unterwegs war.

In der Auflockerungszone war das Seeing ausgebrochen mäßig, der Rand blubberte und auf der Oberfläche verschwammen zwischendurch auch immer wieder die Details. Das reichte aber aus, um eine Relativzahl zu bestimmen. Im Norden stand die AR 12250 als J1 ganz dicht am Westrand. Des Weiteren war hier die AR 12246 als H1 zu erkennen. Im Süden konnte ich die AR AR 12247 nicht mehr finden. Die AR 12248 war eine C4 und die AR 12252 eine H1. Die Entwicklung der AR 12251 stagnierte heute ein wenig, sie war nach wie vor eine Gruppe der Klasse D und wies 10 Einzelflecke auf. Am Ostrand bemerkte ich dann noch eine neue Gruppe, die ich aufgrund des nicht besonders guten Seeings als B3 klassifizierte, weil es mir nicht möglich war, hier eine Penumbra zu erkennen.

Schnell noch das PST auf die Sonne gerichtet, denn die Zeit drängte, auf eine Beobachtung wollte ich dann aber doch nicht verzichten. Der Ostrand zeigte zwei sehr schöne Protuberanzen, eine mit einem Halbbogen, der rückwärts gerichtet und eine, deren Struktur nicht einfach zu beschreiben war. Am Westrand standen dafür 4 kleine Protübchen. Auf der Oberfläche war das große Filament verschwunden, es blieben nur 7 kleinere Exemplare zurück. Dafür konnten drei von insgesamt 5 hellen Flaregebieten als heller eingestuft werden. Eines bei der AR 12250, eines bei der AR 12251 und eines am Ostrand bei der neuen Gruppe. Kurze Zeit später musste ich die Beobachtung abbrechen, um nicht zu spät zum Termin zu erscheinen. Logisch, dass auf den Weg dorthin der Himmel kurzzeitig völlig wolkenfrei war …

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