Freitag, 23. Januar 2015

Sonne am 23.01.2015

Das war knapp: Eine Beobachtung am Rande des Wahnsinns. Gegen Mittag war erstmals seit Tagen - und von den Wetterfröschen nicht vorhergesagt - lockerte die Bewölkung über Hamburg auf und gab den Blick auf die Sonne frei. Leider saß ich danach noch auf der Arbeit und musste auch noch Einkaufen gehen. Als ich dann endlich zu Hause ankam, hatten Wolken die Lücke wieder geschlossen. Es sah mal wieder nach einem klassischen Beobachtungsmurph auf. Dann jedoch gab es noch einige wenige Wolkenlücken - wolkenfrei waren sie nicht wirklich, eher Zonen mit verringerter Bewölkung - und erlaubten doch tatsächlich noch eine hastige Beobachtung.

Der erste Blick auf die immer noch ziemlich verschleierte Sonne zeigte mir gar keine Flecken. Erst wenige Augenblicke später erkannte ich am Ostrand die AR 12268 als D12. Die AR 12266 stand am Westrand als D4. Jetzt sah ich auch noch den „Kleinkram“: die AR 12267 als C3. In der Nähe befand sich die AR 12269 als B2. Zwischendurch zog es zu und ich glaubte schon nicht mehr, die Beobachtung auch wirklich abschließen zu können. Da tat sich ein weiteres, kleines Wolkenloch auf und ich fand auch noch eine kleine A1 unterhalb der AR 12268. Sie konnte ich wohl nur deshalb sehen, weil sie dicht am Ostrand stand und dort wegen der Randverdunkelung der Kontrast geringer war.

Kurz nach dem Auffinden dieser Gruppe schloss sich das Wolkenloch und bis Sonnenuntergang waren keine Beobachtungen mehr möglich. Noch ist der Monat Januar nicht abgeschlossen, doch schon jetzt hat man den ganz starken Eindruck, dass die Sonnenaktivität im ersten Monat des neuen Jahres vollkommen eingebrochen ist. Auf die Gesamtergebnisse darf man daher gespannt sein.

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