Montag, 9. März 2015

Sonne am 09.03.2015

Auch an sonnigen Tagen wie dem heutigen kann eine Beobachtung schwierig sein. Nach einem etwas früheren Feierabend baute ich mein Teleskop auf dem Dachboden auf, nur um zu sehen, dass die einzige am Himmel verfügbare Wolke genau vor der Sonne stand. Sie wich natürlich erst, als unser Tagesgestirn teilweise vom Hochhaus verdeckt wurde. Immerhin konnte ich die einzige Fleckengruppe, die heute zu sehen war, schon einmal grob in Augenschein nehmen, wobei das Seeing katastrophal schlecht war.

Nun hieß es, eine Stunde warten, bis die Sonne rechts vom Hochhaus wieder rauskam. Das Seeing war nur wenig besser geworden, dafür zappelte jetzt nicht nur der Sonnenrand, sondern auch die Oberfläche derart, dass die Details in der Gruppe teilweise verschwand und die Penumbra scheinbar am Pumpen war. Grund hierfür war ein aus Nordwesten heranrückendes Cirrenfeld, das komplett vor der Sonne stand und für ein extrem unruhiges Bild sorgte, das sich auch nach Minuten kaum verbesserte. Die AR 12297 hatte ein paar Penumbren dazubekommen und war nun eine D9. Weitere Gruppen konnte ich nicht erkennen, selbst die Fackelfelder am Sonnenrand waren nur schwer auszumachen.

Den ungünstigen Aussichten zum Trotz setzte ich auch das PST ein, aber das miese Seeing machte sich auch hier störend bemerkbar. Am Rand erkannte ich gerade mal drei Protuberanzen, ein helles Flaregebiet rund um die AR 12297 sowie 10 Filamente. Eines umkringelte das Zentrum des der AR 12297 ein weiteres bildete ein großen Bogen darum oder sah lang und fadenförmig aus. Die Polregionen der Sonne waren erscheinungsfrei, sodass sich nun auch hier der Aktivitätseinbruch abzeichnete.

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