Mittwoch, 11. März 2015

Sonne am 11.03.2015

Eine visuelle Sonnenbeobachtung ist gleich viel entspannter, wenn keine Wolken stören. So geschehen, als ich nach Feierabend zu Hause ankam, etwas warten musste, bis die Sonne hinter dem Hochhaus rauskam und sich in der Zeit auch die meisten Wolken verzogen. Das Seeing war aber - wie schon in den vergangenen Tagen - eher mittelprächtig. Heftig wallender Sonnenrand und wellenartiges Geblubber auf der Oberfläche sorgten für ein nicht ganz so gutes Beobachtungserlebnis.

Dennoch war die AR 12297 ohne große Schwierigkeiten zu sehen. Ihre Penumbren hatten sich abermals vergrößert und es sind weitere Flecken hinzugekommen, sodass ich sie heute als D16 einstufte. Später bildete ich mir ein, den Fleck mit meiner Sofibrille auch mit bloßem Auge zu sehen. Sicher bin ich mir letztlich nicht, ob die Beobachtung real war, oder ich den Fleck gesehen habe, weil ich wusste, dass er von einigen Leuten wohl ohne Teleskop gesehen wurde. 

Die AR 12297 war heute aber nicht mehr allein, denn es befanden sich zwei weitere kleine Gruppen auf der Sonne, die ohne NOAA-Nummer waren und die im Fall der B4 auf der Nordhalbkugel eher verschwommen wirkten und bei der A1 im Süden nur auf einer rein zufälligen Sichtbarkeit beruhte. Erst nach einigen weiteren erfolglosen Versuchen, glaubte ich, sie wiedergefunden zu haben, ohne sie sicher halten zu können. Dafür war das Seeing zu schlecht.

Im H-alpha störte das Seeing dieses Mal nicht so sehr und so konnte ich relativ problemlos die drei Protuberanzen am Sonnenrand - zwei am Ost- und eine am Westrand - beobachten. Auf der Oberfläche fand ich nur ein Flaregebiet, das gerade sehr aktiv war und sich im Bereich der AR 12297 aufhielt, und 10 Filamente, die regellos verteilt waren und zwei Polbereiche, die weitgehend erscheinungsfrei waren.

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