Montag, 23. März 2015

Sonne am 23.03.2015

Lange Zeit sah es nicht danach aus, das ich heute noch nach Feierabend eine Sonnenbeobachtung hinbekommen würde. Zu meinem großen Glück, kommt die Sonne jetzt wieder vollständig über das Hochhaus mir gegenüber heraus, sodass ich nicht bis 16:30 Uhr abwarten muss, weil erst dann unser Tagesgestirn wieder daneben hervorkommen würde. Andererseits sollte es sich schon ab mittags stark bewölken, aber anscheinend war das Hochdruckgebiet doch etwas beständiger, als vorhergesagt. 

Dafür verschleimte der Himmel ab Mittag zusehends und das machte sich dann auch während der Beobachtung bemerkbar; das Seeing war streckenweise total grottig, der Rand in fast ständiger Bewegung und die Oberfläche mal mehr und mal weniger schlecht zu beobachten. Dennoch war zwischendurch immer mal die eine oder die andere kleine Fleckengruppe zu sehen.

Die Nordhalbkugel wies am Ostrand zwei kleine A-Gruppen auf, die nur mit großer Mühe, aber dennoch zweifelsfrei, zu erkennen waren und die noch keine NOAA-Nummer erhalten hatten. Die erste „offizielle“ war die AR 122303 als H1, der die AR 122309 als A1 folgte. Weiter westlich stand ein weiterer A1-Fleck ohne Nummer und nahe des Westrandes die AR 12308 als C3. Der Süden glänzte im Osten mit der AR 12305 als E15, der zum Zentralmeridian hin orientiert die AR 122307 als J3 voranging. Somit kam ich heute auch insgesamt 8 Aktivitätsgebiete.

Das schlechte Seeing drückte sich bis in H-alpha durch und erschwerte hier ebenfalls die Beobachtung, mehr aber noch störte der allgemeine Syph, der den Kontrast der Erscheinungen in diesen Wellenlänge stark herabsetzte. So sah ich am Rand auch nur 8 Protuberanzen, die schönsten und größten davon am Ostrand, inkl. einer kleinen schwebenden Materiewolke sowie zwei im Westen, und auf der Oberfläche 2 kleine Flaregebiete und nur 6 Filamente. Weite Bereiche waren indes vollkommen erscheinungsfrei, was sich auch durch Veränderung der Foltereinstellung am PST nicht ändern ließ.

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